Wie sagte Henry Ford so schön:

Zusammenkommen ist ein Beginn, Zusammenbleiben ein Fortschritt, Zusammenarbeiten ist ein Erfolg. 

Unter diesem Motto bin ich persönlich in mein heuriges Jahr gestartet. 

Seit 2012 gibt es eine Gruppe ausgewählter Persönlichkeiten, eine Gruppe rund um Bent Branderup, die sich der Pädagogik verschrieben hat – die Rede ist von den lizenzierten Bent Branderup Trainern. 

Was ist ein Bent Branderup ® Trainer? 

Zunächst gibt es mal die Ritterschaft der Akademischen Reitkunst. Diese wurde 1997 von Bent gegründet und hat vor allem ein Ziel: Forschen, Wissen vertiefen und durch Praxis und Theorie verbreitern und verbreiten. Reiten als Kulturgut wird gepflegt und mit neuem Wissen aus Pädagogik, Psychologie, Bewegungslehre, Medizin und vielem mehr kombiniert.

Und der Name? Ritter kommt von Reiter. In der Ritterschaft haben wir also nicht mit Ritterspielen zu tun, sondern mit einer Reiterzunft oder „Gilde“ an Professionisten, die ihr Handwerk verstehen. 

Einige Mitglieder der Ritterschaft haben aber nicht nur ihre Leidenschaft, sondern auch ihre Berufung in der Akademischen Reitkunst gefunden. Sie arbeiten hauptberuflich mit Pferden und wurden nun von Bent Branderup eingeladen, unter seinem Namen und Gütesiegel zu unterrichten. 

Das bedeutet: Um ein lizenzierter Bent Branderup Trainer zu sein muss man Mitglied der Ritterschaft sowie jahrelanger Schüler von Bent Branderup sein. Die Trainer haben ihre pädagogischen Fähigkeiten unter Beweis gestellt und sind somit ein verlässlicher und vertrauensvoller Partner wenn es um die Ausbildung von Mensch und Pferd geht. 

Die Lizenz ist für ein Jahr gültig und unterliegt ein paar Auflagen: 

Zweimal im Jahr müssen wir als Trainer unsere Arbeit vor Bent präsentieren, außerdem zeigen wir unsere Arbeit als Trainer im Rahmen eines Kurses wenn wir einen Schüler vor Bent und Publikum unterrichten – oder einen zusätzlichen Vortrag für alle Teilnehmer halten. 

Mehr über die die lizenzierten Bent Branderup ® findest du unter folgendem Link

Warum bin ich dabei? 


Zuallererst: Weil ich meinen Beruf liebe und Menschen mit ihren Pferden gerne eine Begleitung auf ihrem Weg zur Reitkunst biete. Das kann ich aber nicht alleine – Reitkunst ist keine Sache die man aus einem Buch lernen kann. Wie sagt Udo Bürger: Gehen lernt man nur, wenn man geht. Aber jeder geht eben anders? Die einen rollen mehr über den Ballen ab, andere laufen vermehrt auf der Ferse. Pferdeausbildung ist eine so individuelle, fast schon intime Sache geworden, da bin ich einfach froh, dass ich über ein Netzwerk verfüge und auf das Wissen vieler einzelner Trainer zurückgreifen kann. 

In meiner Kundenkartei sind mittlerweile viele hunderte Namen abgespeichert – wenn ich nun zusätzlich zu meinen eigenen Erfahrungen mit meinen Kunden, die Erfahrungen meiner Kollegen zusammen zähle, dann sind wir einfach Mehr. 

Als ich 2015 der Gruppe der lizenzierten Trainer beitreten durfte, war das natürlich eine sehr schöne Bestätigung meiner Arbeit. Aber darüber hinaus freue ich mich ein bis zweimal im Jahr viele Trainer zu treffen, deren Arbeit ich ebenso sehr schätze und überzeugt davon bin, dass auch meine Schüler von den besonderen Qualitäten meiner Kollegen profitieren. 

Zusammen sind wir mehr…

In den letzten Jahren habe ich einige Kurse mit  dem Belgier Jossy Reynvoet und dem Schweden Christofer Dahlgren organisiert. Beide bringen vor allem für Horsemanship und Beziehungspflege ein großes Potpourri an Know-how mit. Während sich Jossy vor allem auf die gebisslose Reitkunst spezialisiert hat, liegt Christofer vor allem eines am Herzen: Ein energiegeladenes aber mental entspanntes Pferd, das Spaß hat an einer gemeinsamen Arbeit. 

Im heurigen Jahr freue ich mich auf Hanna Engström aus Schweden. Ihr Thema ist der Reitersitz, dem sie ihre ganze Leidenschaft widmet. Kein Kurs mit Hanna ist wiederholbar, immer wieder hat sie ein noch feineres Detail gefunden, eine bessere Erklärung, ein ausgeschmücktes Bild im Kopf der Teilnehmer, mit dem wir mehr Achtsamkeit für unseren Körper entwickeln können. 

Wer Anfang März dabei sein möchte – klickt folgenden Link für mehr Infos. 

Annika Keller aus Deutschland ist in Punkto Biomechanik eine Wucht. Die Physiotherapeutin und Ostheopatin hat gemeinsam mit Bent Branderup die „Logik hinter den Biegungen – Gustav Steinbrecht neu erklärt“ – verfasst und findet ebenso wie Hanna ständig ein neues Detail. Ihren Augen entgeht nichts und mit gefühlvoller Pädagogik macht sie komplizierte Zusammenhänge fühlbar und umsetzbar. Ende Oktober begrüßen wir sie bei uns am Sonnenhof und ich freue mich, dass wir neben der reiterlichen Praxis auch einige Massagegriffe gezeigt bekommen. 

wer Ende Oktober dabei sein möchte – klickt folgenden Link für mehr Infos

Mit wem ich 2020 zusammen arbeiten möchte? 

Die Liste ist lang. Fix geplant ist eine Kurswiederholung mit Mr. Play Smile and Practise Christofer Dahlgren zum Thema Versammlung. Stine Larsen aus Norwegen und ich sind gerade mitten am Tüfteln bezüglich eines Termins fürs kommende Jahr oder 2020. Stine ist Pferdetherapeutin mit Schwerpunkt Cranio Sakraler Therapie, Ostheopathie und Physiotherapie. Auf der letzten Sommerakademie hat sie uns mit ihrer Begeisterung für Biomechanik angesteckt. 

Auch Marius Schneider, seines Zeichens Meister der Akademischen Reitkunst und ebenso ausgebildeter Physiotherapeut wäre ein toller Gast für 2020 auf dem Horse Resort am Sonnenhof. Marius habe ich bereits auf vielen Kursen erlebt. Selbst wenn ich nicht aktiv mit eigenem Pferd teilgenommen habe, so integriert Marius das Publikum stets so, dass Theorie und Praxis ineinander übergehen. Ich bin wirklich nicht gut im Stillsitzen, aber bei Marius Kursen schaue ich einfach riesig gerne zu. 

Die meisten von uns waren bereits als Kinder von Pferden fasziniert. Hätten wir doch damals eine Trainerin wie Yvonne Heynckes gehabt – wir hätten sämtliche Träume auf dem Rücken der Pferde leben können. Aber was heißt da hätte…Yvonne unterrichtet auch uns Große – und sorgt bei Mensch und Pferd für Spaß und Losgelassenheit. Bei aller Detailverliebtheit die die Akademische Reitkunst mit sich bringt, darf man die Freude am Tüfteln nicht verlieren – und dabei könnte uns Yvonne weiterhelfen!

Celina Harich und ich haben beim letzten Trainertreffen quasi mehrere Nächte durchgequatscht. Die Themen gingen nie aus – und als wir auf der Fahrt zum Flughafen noch diverse Reha-Fälle besprochen haben, schien die restliche Zeit für Austausch wieder einmal deutlich zu kurz. Celina hat sich auch in Punkto Ostheopathie intensiv gebildet, sie war lange Zeit in Kooperation mit Hanna Engström in Gotland tätig. Ich würde mich sehr über eine Zusammenarbeit mit Celina freuen. 

Kristina Winholz und ich haben bereits einen gemeinsamen Termin gefunden. Ich freue mich riesig darauf Kristinas Arbeit mit ihren Pferden live zu sehen. Am letzten August Wochenende 2019 freue ich mich schon ihre Schüler kennen zu lernen, wenn ich bei ihr einen Tageskurs gebe und am Tag danach einen praxisnahen Austausch mit Kristina selbst genießen darf. Vielleicht können wir einen solchen Austausch auch bald bei uns in Graz wiederholen! 

Im letzten Jahr waren Schüler von mir bei Michelle Wolf in Dänemark als Praktikanten (also als Working Students).  Michelles Adresse kann ich allen wärmstens empfehlen, die nicht mit eigenem Pferd weit reisen wollen, trotzdem aber viel über die Akademische Reitkunst lernen möchten. Auch bei Yvonne Heynckes war eine meiner Schülerinnen zu Besuch und Dörte Bialluch vaz Pinto kommt auch regelmässig nach Österreich zum Unterricht. 

Mit Maja Caspersen habe ich im heurigen Jahr mal öfter konferiert über Skype. Bei der Sommerakademie hatten wir eine gemeinsame Einheit mit Janna Behrens um etwas „Bewegung und Fantasie“ in die Bude zu bringen. Marion van de Klundert aus Holland hatte ich auch mal an der „Strippe“ um ein paar Fragen rund um mein eigenes Reiten zu klären. 


Fantasie, anständig Formulieren und Selbstvertrauen, das sind übrigens meine Lieblingsthemen, wenn es um die Ausbildung von Pferden geht. 

Letztlich konnte ich in den vergangen Jahren auch im Rahmen der Akademischen Buchserie viele Kollegen besser kennen lernen und den wertvollen Austausch mit allen genießen. 

Ja, ich gestehe, für mich sind es die Kollegen, die einer gemeinsamen Reitkunst Form, Balance, Takt Losgelassenheit und Schwung einhauchen. Manchmal haben wir ein unterschiedliches Tempo, aber wir finden uns in der Mitte und dann reden wir drüber 🙂 

Reiten wir im Team, dann Reiten wir Einfach 


Pin It on Pinterest

Share This

Diesen Beitrag teilen

Teile diesen Beitrag mit Freunden!

Shares