Faszien und Alte Meister

Faszien und Alte Meister

Ein neumodischer Flaschenkühler? Eine Nackenstütze? Was ist das rot-schwarze Ding? Wenn ich auf Reisen bin, sorgt meine Faszienrolle oft für erstaunte Blicke. Ohne meine Faszienrolle bin ich aber selten „on the road“. Als Facebook einen Kurs mit Stefanie Niggemeier zum Thema „Faszien und Alte Meister“ ankündigt, bin ich natürlich neugierig und bitte Stefanie um einen Gastartikel, den es heute zum Nachlesen gibt:

Die Faszie –  eine Modeerscheinung?

Faszien, dieser Tage ein ziemliches Modethema, sind absolut keine „Erfindung“ der letzten Jahre. Die Arbeit mit ihnen ist schon sehr alt, auch wenn man diese Arbeit nicht unter dem neumodischen Namen „Faszientraining“ kannte.

A.T. Still (geb.1828), der Erfinder der modernen Osteopathie und Ida Rolf ( geb.1896 in New York) ,Erfinderin der Faszientechnik „Rolfen“ arbeiteten Ende des 19.Jhrdts, Anfang des 20. Jahrhundert konkret mit Faszien und benannten diese auch so. Das Wissen um die Funktion der Faszien läßt sich jedoch schon bis zur griechischen Antike zurückverfolgen – nur eine der etlichen Parallelen zur Reitkunst. 2011 dann wurde an der Universität Ulm die „Fascia Research Group“ rund um Rolfing-Therapeut Robert Schleip gegründet, der es erstmals gelang, in bildgebenden Verfahren sowohl die Optik, als auch die Funktion und vor allem den Verlauf der Faszien, die den gesamten Körper wie ein Labyrinth aus Bindegewebsschichten durchzieht, nachzuweisen. Im Laufe der letzten Jahre wird den Experten die Wichtigkeit gesunder Faszien und Techniken oder Therapien zur Gesunderhaltung von Faszien immer klarer. Das hat zu einer Revolution im modernen Verständnis über Biomechanik und Bewegungslehre, aber auch gesundheitlicher Prozesse geführt. 2014 dann wurde an der Universität Kopenhagen nachgewiesen, dass die Faszienzüge von Mensch und Pferd vergleichsweise gleich verlaufen, was für uns als Ausbilder unserer Pferde natürlich sehr interessant ist.

Nachdem Anfang des 20. Jahrhunderts in der Sport- und Bewegungslehre viel Wert auf gleitende, schwingende Bewegungen, Gymnastik mit Ball, Band oder Reifen gelegt wurde, wurde dieser Sport im Humanbereich im Laufe der nächsten 50 Jahre mehr und mehr verworfen, bis es vor 30-40 Jahreh sogar galt, dass diese Bewegungen im Körper Schaden anrichten – die „ Trimm-Dich“ Welle in Deutschland startete, bei der vor allem Krafttraining im Vordergrund stand, weil alle Dreh-, Gleit- und Schwungbewegungen vermeintlich zu Schaden führten. Das Problem: die Menschen wurden immer steifer, körperliche Beschwerden und Haltungsschäden nahmen zu. Die moderne Bewegugnslehre hat sich dank der Erkenntnisse um die Faszien von dieser Theorie wieder abgewandt und man kann sagen, dass wir heute eine Art „ Renaissance des Schwingens und Federns“ haben.

Piaffenarbeit hält die Faszien in Schwung und sorgt für Versorgung im Körper- Foto Stefanie Niggemeier

Besehen wir uns die Lehren der alten Meister, dann wissen wir, dass es immer dann, wenn es also um „Schwung“, „Schwingungen“ oder „Schaukelbewegungen“ geht, die Faszien angesprochen werden. Diese Art der Arbeit lesen wir sowohl in der „Gli Ordini di Cavalcare“ von Frederico Grisone (Venedig, 1551), der die erste Ritterakademie der Renaissance in Europa im damals zu Spanien gehörenden Neapel gründete. Über seinen Schüler Pignatelli gab er seine Lehren an seine Enkelschüler in ganz Europa weiter, mit Antoine de Pluvinel wurde „ Faszienarbeit“, die Pluvinel ( Maneige Royal, 1623) natürlich noch nicht so nannte nach Frankreich, Georg Engelhardt von Löhneysen nutzte Elemente der Faszienarbeit in seiner „ Della Cavalleria „ ( 1609, Remmingen), um das Pferd für das damals hoch geschätzte Pferdebalett, das „ maneggiare“ zu schulen.

Pluvinel erfindet Lektionen wie die Piaffe und den Mezair, den zweitaktigen, gerade-geradergerichteten„ Schuakelpferdegalopp“, in der er das Pferd maximal „ schwingen und federn“ läßt und so sehr ökonomische, nachhaltige Bewegungen im Pferd etabliert. Das Wichtigste in der Arbeit der Renaissance: Natura non artis opus- die Natur und nicht die Kunst (vor allem das Künstliche!) ist das Ziel der Arbeit.

Alles, was nicht zur Verbesserung der Grundgangarten des Pferdes hilft, kann nicht sinnvoll sein, so erklären die Alten Meister.

„Schaukelsätze“ wie bei Pluvinel: dank Energiespeicherfunktion der Faszien effizient und ökonomisch für das Pferd. Foto: Martina Glahe

Wenn wir in der Zeitleiste der Geschichte der Reitkunst dann mehr in Richtung Gegenwart denken, führt kein Weg an Bernhard Hugo von Holleuffer vorbei, der in seiner „ Bearbeitung des Reit- und Kutschpferde zwischen den Pilaren“ (Hannover, 1882) nicht nur die Erfindung Pluvinels, den Doppelpilaren zur Schulung des Pferdes nutzt, sondern vor allem ausführlich über die elementare Wichtigkeit des Schwungs, der dreidimensionalen schwingenden Bewegung der Wirbelsäule schreibt. Auch wenn wir heute den Doppelpilaren nicht mehr nutzen wollen, ist doch das Verständnis des Inhaltes dieser Technik für uns heute vor allem in Hinsicht auf die Faszienarbeit interessant und wir können in zum Beispiel der Arbeit an der Hand oder Longe die Schulung des Pferdes im Stand nutzen, ohne dass wir irgendeine Art von Spannung oder Zwang, die der Doppelpilar durch das Fixieren des Pferdes schnell erzeugt, in unsere Arbeit bringen.

„Die Schwingungen werden von den Hinterbeinen aus in Bewegung gesetzt, theilen sich durch die Wirbelsäule dem Kopf und den Vorderschenkeln mit und bringen das Pferd gleichzeitig in die Anlehnung an das Gebiss. Die Schwingungen sind sichtbar , fühlbar und hörbar; in ihrer Vollkommenheit beruhen die Elastizität und die Kraft der Bewegungen , der ganze Werth des Pferdes, namentlich des Reitpferdes. Man unterscheidet deshalb Rückengänger und Schenkelgänger.“

Holleuffer benennt hier eine ganz wichtige Funktion der Faszie, die Fähigkeit zur Energiespeicherung- und- freisetzung, die Elastizität. Die aus Collagenfasern bestehenden Faszien haben die Eigenschaft, im Laufe der Zeit und bei „ Nichtbenutzung“ zu verfilzen und führen schlimmstenfalls zu Unbeweglichkeiten in diesem Bereich. Hier können Techniken wie Osteopathie, Rolfing oder auch die Anwendung einer Faszienrolle helfen, doch Vorsicht! Faszien verfilzen niemals ohne Grund, sie wollen durch diesen Prozess etwas schützen und halten. Gerade bei der Arbeit mit der Fazienrolle sollte man nicht vergessen, dass sie ursprünglich entwickelt wurden, um „ Fascial SELF release“ zu erreichen, also eine Selbstmassage des Menschen. Von Faszienrollen aus Holz , Metallrädchen zur Stimulierung, etc. sollte man meiner Erfahrung nach besser absehen, weil man hiermit nur eine „ Fremdmassage“ beim Pferd anwenden kann. Besser wäre hier das gründliche Putzen entlang des Fellstrichs mit einer weichen Bürste, das die Versorgung der Oberflächenfaszie oftmals deutlich besser und vor allem deutlich schonender stimuliert als alles Andere. Auch ein Abstreichen mit der Hand entlang der Faszienverläufe, wie wir es schon in der Reitkunst der Renaissance lesen können, hilft dem Pferd besser als jedes Hilfsmittel. Je größer des Problem des Pferdes im Bereich der Faszien ist, desto mehr sollte man hieran denken.

Udo Bürger dann schreibt in seiner „Vollendeten Reitkunst“ vor knapp 60 Jahren dann namentlich über die Wichtigkeit der gesunden Faszien für das Pferd und gibt uns elementar wichtige Gedanken über den Zusammenhang von Faszien, Haltung des Pferdes und Handeinwirkung des Reiters mit auf den Weg. Vor allem das Zungenbein das man quasi als „ Faszienknochen“- falls es so etwas Paradoxes geben könnte- bezeichnen kann beschäftigt nicht nur Bürger. Die Reitmeister der Renaissance legen größten Wert auf die Wahl der richtigen Zäumungen und Gebisse, nicht zufällig schreibt Löhneysen 1587 ein Buch „Über die Zäumung“, in dem er über 14000 verschiedene Kandaren, verschiedene Kappzäume und gebisslose Zäumungen zeigt und erklärt. Pluvinel erfindet einen speziellen Kappzaum für seine Arbeit und beschreibt ausführlich die Gewöhnung oder Korrektur des Pferdes an das passende Gebiss. Auch über den Zusammenhang von Atmung und Faszien, sowie für die Tragfähigkeit des Pferdes wichtige und ungute fasziale Ketten im Pferdekörper weiß Pluvinel, ohne sie mit ihrem modernen Namen benennen zu können.

Die bekannteste fasziale Störung ist das Trageerschöpfungssymptom, die auch bei nicht gerittenen Pferden auftreten kann. Die Faszie als Bindeglied zwischen Körper und Geist und in ihrer Funktion als „ externe Speicherplatte“ der Seele des Lebewesens zeigt mit einem solchen Bild, dass sie etwas nicht mehr ( er-)tragen kann. Das kann eine Haltungsform oder Herdenkonstellation ebenso sein wie eine falsche Vorstellung von Trainingsaufbau oder Trainingsanspruch. 72 Stunden brauchen Faszien, um sich nach Input zu regenerieren, was sich genau damit deckt, dass schon Löhneysen dazu rät,das geschulte Pferd nicht öfter als drei Mal die Woche zu arbeiten und ansonsten lediglich für leichte Bewegung oder sogar Pause zu sorgen. Ein Tragerschöpftes Pferd braucht also kein Muskeltraining, sondern es braucht Schwung – in seinen Synonymen auch Verve, Lebensfreude und Begeisterung genannt. Bei verklebten Faszien ist die Versorgung des Gewebes oft so stark eingeschränkt, dass ein Zuwachs im Bereich der Muskulatur sowieso nicht möglich ist- es handelt sich um eine ganz andere Baustelle.

Hier kommen wir zur wichtigen Funktion des Lobes: schon Grisone betont, man solle „ dem Pferd schöntun“, sobald es gut gearbeitet habe. Wir wissen heute: zu 70 % lernt der Faszienkörper durch Fremdwahrnehmung, Lob ist also wichtiger für das Gesunderhalten des Körpers während der Arbeit als alles Andere. Aber auch das Gefühl, eine Aufgabe gestellt bekommt zu haben, die das Pferd gut lösen konnte, ist wichtig für unseren Partner Pferd und schafft Zufriedenheit und Selbstwertgefühl.

Gesunde Faszien sieht man dem Pferd an, es wirkt rund, das Fell glänzt Dank Versorgung der Oberflächenfaszie, hat eine gute Haltung, in der es sich selber, aber auch einen Reiter tragen kann, ist körperlich und mental in Balance, ist bewegungsfroh, hat Interesse an Sozialkontakt mit anderen Pferden und auch Menschen, es wirkt „ stolz und schön, so, wie es sich in den Augen anderer Pferde stolz und schön fühlen würde“, wie schon Xenophon vor 2400 Jahren das Ziel der Arbeit mit dem Pferd beschreibt.

Wichtige Fakten über Faszien

  • Alle bindegewebsartigen Strukturen wie Muskel- und Organhüllen, Knochenhäute, Sehnen, Bänder, aber auch Hornhäute im Auge und Huflederhäute beim Pferd werden Faszien genannt
  • Faszien bestehen aus Collagenfasern und einer wässrigen Zuckerlösung ( Hyaloronsäure) und machen rund ein Drittel bis ein Viertel des Gesamtkörpergewichtes aus;
  • über 80 000 freie Nervenendungen in den Faszien machen sie zu einem körperinternen Kommunikationsorgan, das Alles mit Allem im Körper im Austausch hält
  • Faszien trennen alle fremden und gleichen Strukturen im Körper ,wie zB Muskeln von Knochen oder Muskeln von Muskeln und sorgen so für reibungsarme Abläufe im Körper
  • Faszien können Energie speichern und freisetzen, sie machen ökonomische Bewegung für den Körper erst möglich
  • Faszien sind das „ Bindeglied“ zwischen Körper und Seele und haben in ihrer Fähigkeit, Energie zu speichern die Funktion einer „ externen Speicherplatte“ der Seele, indem sie in der Lage sind, Traumata und Stress die Spitze zu nehmen und im Körper abzuspeichern. Arbeit mit den Faszien ist also immer Arbeit mit Körper und Geist des Individuums

 

Mehr zum Thema bei Stefanie Niggemeier:

Regelmäßig arbeiten wir hier bei uns in 33106 Paderborn zum Thema gesundem Trainingsaufbau, Gebisskunde und Bewegungslehre, auch des Menschen. Letzteres Projekt liegt mir besonders am Herzen, wenn wir drei Mal im Jahr unsere „ moderne Ritterakademie“ namens FLOWer-Konzept nach dem Vorbild Grisones im Sinne einer umfassenden, ganzheitlichen Schulung von Geist und Körper in verschiedenen Aspekten rund um das Thema Reitkunst veranstalten. Nur dann, wenn wir wissen, was gesund für das Pferd ist, so glaube ich, können wir richtig von ungünstig unterscheiden lernen. Hinzu kommt, dass man nur das vom Pferd verlangen kann, was man selber mit Hilfe gezielter Körpersprache oder eines balancierten Sitzes als Frage formulieren kann. Die Schulung des Menschen für Pferde ist also das Ziel meiner Arbeit.

Wer sich für das Thema Faszien eingehender interessiert, der ist herzlich eingeladen bei einer unserer Veranstaltungen gezielt zu diesem Thema neben weiterführender , vertiefender Information auch einmal Faszienarbeit live zu erleben, um sich selber ein Bild von den Effekten dieser schon ganz alten, sehr modernen Techniken zu machen.

Stefanie Niggemeier

www.barocke-pferdeausbildung.de

The story about academic collaboration…the Cavesal ®

The story about academic collaboration…the Cavesal ®

„Being together in harmony“. „I want my horse that it feels safe and comfortable while being with me“.
If you ask riders, what they expect about being with horses, they all long for one similar goal: Togetherness in harmony. So people are interested in learning more about body-language, horsemanship, improving the relationship and to use soft tools. If riders think about soft tools they often think about the possibility of riding the horse bitless.
And so did Jossy Reynvoet.
My dear colleague from Belgium not only teaches about bitless art of riding and bodylanguage in many countries in Europe – he is also the inventor of the Cavesal ® and the Cavemore.

Anna: Jossy, why did you invent those bitless bridles? 

Jossy: I have already been for many years into horses  and horsemanship before I started my journey in the Academic Art of Riding by Bent Branderup. When I organized our first clinic with Bent in Belgium, I rode with a rope halter with ropes above it. We had rings and loops on the rope halter. During that clinic I discovered together with Bent that this tool had some disadvantages not only for the correct shape of the spine of the horse but also regarding how to support the horse in collection. At that time Bent and I met – let`s say on the same crossroad because he also was inspired and wanted to try to ride his PRE „Cara“ bitless.

We came to the conclusion to try to combine a hackamore with a cavesson. That was the hour of birth for the Cavemore. On the picture above  you can see that it was still a model constructed with the material of the rope halter. If you invent  something there is always a progress, and a will to improve. So the cavemore got its leather „jacket“. Bent had his reasons why he suggested not to produce the cavemore with the material of the rope halter, and I had my arguments why I did not want too much iron (like the chain in the noseband that is used for cavessons) on the cavemore. After the clinic with Bent I started to practice with a hackamore and a cavesson combining. One month later, we met again at Bent`s place and he then gave the name to our new invention: the cavemore.

Anna: Sounds like a happy end – but what made you go on. The Cavemore is a nice tool, why did you continue with your research to improve the bitless riding? 

Jossy: Well, what made me go on, was that I missed a little bit the „practical side“ of the Cavemore. I was used to do everything as a horsemanship trainer with my rope halter. I could tie my horse, I could lead it, I could ride. But of course – I could not influence the shape of the spine like I could with the cavesson. But still watching people train their horses with the cavesson (with the iron chain in it) I figured out, that it was not always such a nice tool – specially when people do not have a developed a good feeling in their hand. I wondered if we could find a tool that would make a perfect match – that combines the practical part and still is a very fine tool, specially for people that are still learning how to handle and train their horse.

During summer academy where we meet a lot of people that can inspire you while exchanging thoughts and experiences I had a walk with my wife and one colleague. I talked about the possibility to use reins from below to control the horses shoulders while you are working with a direct rein. So you would have reins on the rings of the noseband and reins below which can keep the shoulder straight and prevent the horse falling to the inside (making the circle smaller) if you ask for bending and the horse tends to overbend.

So the cavesal was born like a butterfly. It changed from the rope halter into a leather suit, got two rings below on the chin of the horse, and two rings on the noseband – and there it was. My Idea was to combine the function of the bosal with the cavesson – and again we combined the name of those two and called it Cavesal ®

Anna: The cavesal is not a tool like a halter that you can buy in every shop around the corner for every horse. You invented it for the individual horse and you recommend your pupils to learn a little bit about measurements? 

Jossy: Yes, that was also a very long journey. By the use of trying, fail and error we had then the perfect measurements. The Noseband should not rotate too much, it should not be too loose but on the other hand it should not be too tight. Of course there is no way that it should disturb the breathing system of the horse. I was observing a lot, when the noseband was too low, for some horses it was a problem to breath in a relaxed way, but when I thought the solution was to put it higher, I saw horses pressing lower and upper jaw together and twisting the teeth. They would not relax also. So I went back to my books, studied the anatomy and biomechanics, talked to experts and veterinarians to find the best solution. The saliva was the Problem. The horse produces saliva but sometimes it can not swallow the saliva in a relaxed way. The saliva makes the mouth wet, but it should not be too wet. When there is too much pressure – mentally and physically horses tend to produce way too much saliva, you can see a white foam around the mouth like lipstick. All those things happen when the noseband is too tight and the horse wants to get rid of it by using all its pressure against. This can happen with or without a bit. So you have to check on your horse – on every individual horse if the noseband is too low or too high and if it is too close to the cheekbones.

We have also produced a new film where you can learn more about the measurements:

What is your answer to the question: „But I heard that the mouth has to be wet?“ 

Jossy: It is always a matter of quantity. Horses in nature – not ridden and under normal circumstances – they would not be that wet in the mouth, they would not produce that foam. I want my horse to have a calm head, calm mouth, soft eyes and movable ears.

If we want to work and succeed with shaping and balancing the horse it is important to have tools that fit perfectly.

Anna: Recently I read a citation on facebook saying that the noise of the metal of the bits in the mouth of a horse sound like music.

Jossy: If we truly believe that we can work the shape of the horse out of the hindquarters, then in my opinion this is a misquotation. I undestand it is important to teach your horse a soft hand, to follow the hand, to teach the riders hand how to give and of course also to teach the horse not to go against pressure. If you have to mess with the horses head, then you do not have a problem with the head – you have a problem with the hindlegs, or your seat, or the momentum of the back.

Anna: Every horse reacts different to bitless bridles. I think people agree to give their horses time to get used to a bit, but sometimes they forget that horses need also time to get used to a cavemore or a Cavesal ®. I can only share my experiences: My mare Pina who is doing a nice job with her hind-legs was very soft with the Cavemore, it helped her a lot to search for my giving hand. With a bit she was always very skeptical and more behind the hand. My chestnut mare Tabby with her from nature very wide hind-legs needed more time to give the bitless possibility a chance. The better I was able to take influence on the hind-legs, the better we were able to communicate while riding bitless. Bitless bridles are no magic problem solvers – you still have to ride, to train and to exercise the hind-legs of the horse.

Jossy: Yes, the conformation of the horse and time will tell. Horses  have to get used to the bitless riding too. It takes with some horses a few days, sometimes it takes more time. On the other hand, I meet horses with a bit and they are after five years still not used to it.

I must admit I am still experimenting new things. And I am still working on improving Cavemore and Cavesal. My goal is to be together with a calm and relaxed horse, the super goal will be to ride even without a bridle 😉

Anna: Last question – why did you recently protect the name „Cavesal“ ®?

Jossy: The Cavesal ® was presented in 2014 for the first time in Europe and shortly after that I had to learn that the name „Cavesal“ had been put on other products too. It is important for me that people know how the cavesal has been developed, why it nowadays looks like it is, what is its function and how you can measure it for your horse. Also because it is  my passion and my „baby“ I developed for the wellbeing for the horse. When I see a horse stressed because something is disturbing him on the head – it is my job to find out how we can solve this problem. That is my service I want to give to my students and my four legged clients.

Anna: Thank you Jossy for this nice conversation. It is always a pleasure to talk with you – and so it will also be a pleasure meeting you again in May in Niederösterreich, where you will give your next Austrian clinic.

The interview with Jossy made it for me clear agin – why I like to be in a group of trainers selected by Bent Branderup. The collaboration, discussions and exchange of experiences can be something very special – and it can improve tools, riding aids, pedagogic skills and so much more.

But it is a treasure that in days of commerce and profit also has to be protected.

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PS: More about Jossys next clinic in Austria you will find under the following Link

 

 

ERP-24-Jungpferde ausbilden Teil 2

ERP-24-Jungpferde ausbilden Teil 2

8 Minuten – so lange kann man sich gut konzentrieren. Als Mensch. Und als Jungpferd?
Kati Westendorf und ich haben zwei Jungpferde-Witzbolde. Immer bereit, immer motiviert und für viel Blödsinn zu haben. Wie geht man das erste Erarbeiten von Losgelassenheit, Stellung und Biegung an?
Und wie halten wir es mit Motivation und Pausen? Und was haben wir zum Thema: „Mein Pferd langweilt sich so schnell“ zu erzählen.

Nachzuhören in Podcast Folge 24 zum Thema Jungpferdeausbildung. Ein Thema, das uns sicher noch länger begleiten wird. (Teil 1 findet ihr hier.)

Awareness and your inner journey

Awareness and your inner journey

Hanna Engström is coming to Graz! For the first time ever, Hanna, the „seat expert“ in the Academic Art of Riding is giving a clinic in the South of Austria.

If you are new to the Academic Art of Riding and you do not know Hanna at all – no problem – Hanna is introducing herself and her program for spectators and riders in the following interview:

What is special about your seat program in a view words? 

Hanna: The seat program is an individual inner journey in body awareness to understand the movements of yourself and your horse.

8 different riders and their horses are going to participate at the clinic. They all wrote an introduction about themselves that you can read on my Facebook page. What they have in common: Nobody is worried about a beautiful shape of the seat, they talk about back problems, or problems balancing the horse, problems with overflexibilty while they gain for stability. 

Why do so many riders suffer from back problems? 

Hanna: Well, there are still riders without any back problems 😉 But most riders come to me because they want me to allay their back pain. That is my specialty. It is interesting and also fun to find out together with the rider to solve seat problems in a way that they are much more comfortable and want to continue riding.

First we have to define the problem. There is of course the possibility that you recently suffered a trauma, in most cases riders suffer from sitting too much while doing their office work. Riding and being stiff after office does not fit quite good together. We have to find out if your muscles – especially the small muscles close to the spine – are stiff because of the lack of movability or because the muscles try to protect a special area in your body and block the pain. In all cases we have to find a better balance regarding the muscles.

How do you „find“ the problem together with the rider? What is the magic about your program? 

Hanna: I am working mostly though body awareness. If you have a problem and you feel any pain, the normal reaction is that you are not very eager to look deeply into it. You rather forget the problem and the pain or get some painkillers. But that tactic does not solve the problem. Most riders do not feel any pain while riding. That is also one way of painkilling. Then it is worse when you get off the horse and maybe you regret the ride. Through body awareness, going through my  seat program and finding out how to make the normal riding easier and smoother you can find a new way to approach the seat and ride. I have several more programs where I put the students on the horseback to learn more about the real character of the problem. Either if we discover a mental or a physical problem – most of them have their cause in an imbalance. What do we do then? We do the same with the rider as we would to it with the horse: We straigthen up the rider like we bring the horse to straightness.

We know that horses are individuals and so are our riders. I can not guarantee, that I can solve your back problem and the next person will be happy with the same program. I am just someone that knows how to ask the body the right questions. So there is no certain and fixed way. Individual body awareness is the magic ingredient I use.

How are you going to start our clinic? 

Hanna: First we have to listen to our riders and their wishes. Sometimes wishes are very similar and together we can create a special topic for the weekend that we of course discuss also in theory and in the practical part – also with the whole audience that everybody has the chance to work with his body. I often ask people if they recognize themselves in the riders. Of course everybody is very welcome to mention something and to ask questions.

What are the most common seat problems people face? 

Hanna: Well, that is a mental and physical conflict. The brain thinks how the rider should sit, but the body maybe needs another way to do it, to feel better. Sometimes we do not listen to our body that explains quite well how it needs to move to feel comfortable. That ignorance could create a lot of pain mentally and physically.

But many riders care a lot about the aesthetics. They want to sit in a special shape. 

Hanna: Therefore I really like the Academic Art of Riding. Looking good comes as a bonus when you have found a good function of the seat. It is all about minimizing the aids that we give to the horse. Also our body wants us to minimize the effort. First we have too see why for example the shoulder of the rider is not in the correct place right from the beginning. We always focus on the center of mass and on improvement of the balance. If the center of mass is in balance, we can work on the secondary aids (shoulder or legs are secondary aids). The symptoms are always disappearing when the main fundament of the rider is put in the right place.

I got some questions from riders who are still working their youngsters from the ground. If they do not yet ride, is a seat clinic still a good recommendation to attend?

Hanna: Thank you for the good question. In my opinion everything is about riding. When I am walking and working on the ground I also think about riding. Now I have the chance to educate my balance in movement, the schooling of the movement with my body together with the horse. I am also very fond of combining groundwork with the seat program – everything we do should lead to good riding!

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You want to listen to Hanna? Here you can find my podcast episode with Hanna

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