Pfernetzt – das heißt Pferde, Vernetzen, Austausch, Vorträge, Tüfteln, gemeinsame Leidenschaft….und das alles auf der „Fohlenweide“ in Fulda. 

Organisiert wurde dieser einzigartige Event von einem hinreißenden Team, das, genau wie ich über ein bestimmtes Pferdethema bloggt. Darunter Christina von Herzenspferd, Sarah von Verwandert, Petra von der Pferdeflüsterei, Miri von „Mein Faible“, Akki von Führpferd.de, Tanja von Tash Horse Experience und noch viele andere…

Übrigens: Ich glaube ich habe noch nie so viele Verlinkungen in einen Artikel gepackt – jedenfalls findet ihr alle Informationen zu den vorgestellten Personen direkt beim Namen verlinkt 😉 Schaut doch mal rein, es lohnt sich, denn in den Blogs steckt auch irrsinnig viel Herzblut und Leidenschaft.

Aber der Reihe nach….

Freitag ging es zunächst mit dem Zug nach Salzburg, wo ich bei Tanja Pöschl von „Tash Horse Experience“ zusteigen konnte. Gemeinsam ging es dann weiter nach Fulda. Schon die Reise brachte einen sehr wertschätzenden und offenen Austausch.

Und trotz mindestens sechs Stunden Fahrt gingen uns die Themen nicht aus (irgendwie logisch unter Pferdeleuten, oder)?

In Fulda angekommen wurden wir gleich herzlich von den restlichen Teammitgliedern begrüßt. 

Beim Abendessen habe ich mich auch gleich mit Ruth Katzenberger pfernetzt – oder ponynetzt…Ruth berichtete viel Spannendes aus dem Leben mit Shettys. Ihre Erfahrungen haben einmal mehr unterstrichen wie individuell man an das Training und Zusammensein mit den Vierbeinern gehen muss. Mehr über Ruth und ihre tolle Arbeit gibt es auf ihrer Blogseite

Samstag Morgen trudelten schön langsam an die 200 Zuseher ein, die sich ganz interessiert auf die einzelnen Vorträge aufteilten.

Nach einer Präsentation von Babette Teschens Longenkurs habe ich mir die Arbeit von Angelika Hutmacher angesehen. Angelika konzentriert sich auf Familienaufstellungen mit Pferden. Eine total spannende Sache – und ein Thema – das gänzlich neu- aber sehr spannend für mich war.  Vielleicht gelingt es mir ja auch durch Angelikas Tipps Erinnerungslücken an mein erstes Pferd „Kobold“ zu schließen, dessen für mich sehr tragischer Verlust einige Erinnerungen an ihn gänzlich ausgelöscht hat.

Im Anschluss hielt Kati Westendorf ihren Vortrag über gesunderhaltende Zusammenarbeit mit den Pferden. Ihr Saal war super gefüllt – ich habe auch über ihren Input ausschließlich positive Resonanz gehört. Kati war gleich nach ihrem Vortrag bei meiner Einheit mit dabei.

Ich war einigermaßen überrascht, als so ziemlich alle Hände in die Höhe schnellten, als ich in die Zuschauermenge fragte, wer denn schon mal Kontakt mit der Akademischen Reitkunst hatte. WOW!! Noch dazu gab es auch bei den anderen Referenten überall akademischen Einfluss. Angelika Hutmacher berichtete auch in ihrem Vortrag von Unterricht bei Marius Schneider, Kati Westendorf ist bekannte Wiederholungstäterin in Sachen „Dänemark Bildungsreisen“ und schreibt darüber ja auch auf ihrer Seite, Marc Lubetzki filmt zwar aktuell Wildpferde, früher jedoch zeichnete er sich für die Videokurse von Bent Branderup verantwortlich. Es gab also eine Menge bekannter Gesichter.

Kati jedenfalls war bei meinem Vortrag mit dabei – ich freue mich, da ich ein sehr schönes Feedback von ihr erhalten habe:

Da Anna und ich bereits im Vorfeld ein wenig über ihren Vortag gesprochen hatten, wusste ich bereits, dass es ein ganz besonderes Erlebnis werden würde.
Mit dem Virus der akademischen Reitkunst musste Anna mich persönlich nicht erst infizieren, jedoch fühlte sich die Energie im Raum für mich so an, als wäre jeder einzelne Mensch darin nun ein wenig angesteckt, ganz gleich welche Vorkenntnisse er mitgebracht hatte.
Anna hatte mit ihrer Einleitung über die akademische Reitkunst voll ins Schwarze getroffen und sicherlich einige skeptische Gedanken aus dem Raum gefegt.

Anschließend spielte ich Versuchskaninchen für Anna und durfte so am eigenen Körper erfahren wie detailliert sie die primäre Hilfe der Bodenarbeit unter die Lupe nimmt.
Unserer Körpersprache sind wir Menschen uns oft nicht mehr sehr bewusst, da wir selten achtsam in unseren Körper hineinspüren und die Auswirkungen auf unseren Gegenüber analysieren.
Genau dazu forderte Anna alle Teilnehmer auf, als sie uns auf zwei Zirkel schickte.
Welches Bein schiebt vermehrt?
Wo zeigen unsere Schultern dabei hin?
Wie verändert sich die Zirkelgröße, wenn das tragende Bein nicht mehr das Innere ist?
Welcher Seitengang könnte helfen, um die Schiefe auszugleichen?

Für mich war dieser Prozess außerordentlich aufschlussreich und ich denke, dass auch die anderen Teilnehmer das ein oder andere AHA-Erlebnis hatten.
Die Stimmung war so wunderbar locker und leicht, dass es mir besonders Spaß gemacht hat Pferd zu spielen und gemeinsam mit Anna zu demonstrieren, wie wichtig das Timing einer jeden treibenden Hilfe ist und welche Auswirkungen das widerrum auf das Pferd hat.
Gerne lasse ich mich wieder von dir durch den Raum schubsen, Anna. Danke für diese Erfahrung 🙂

Mein Highligh war das Hineinspüren in die Parade, da Anna mir hierbei ein fehlendes Puzzleteil mit auf meinen Weg gab. Mir kribbelte es direkt in den Fingern, meinen Pferden von dem neuen Input zu erzählen.
Die gute Stimmung im Raum schaffte eine unheimlich angenehme Lernatmosphäre – Spiele sind im Klassenzimmer manchmal eben doch erwünscht 🙂

Danke Anna, du hast uns mit deinen Ideen inspiriert, bereichert und natürlich auch #pfernetzt.

Einem so schönen Feedback kann ich mich nur anschließen: Sehr spannend war auch der Vortrag von Michaela Hempen. Die Tierärztin widmet sich nicht nur der Forschung, sondern auch der Kombination klassischer Dressur in Verbindung mit positiver Verstärkung mittels Clicker Training. Michaela hat einen äußerst spannenden Vortrag rund um diese Methode dargeboten – besonders spannend finde ich nun ihre Forschung zum Thema Koppen und die Auseinandersetzung mit besonderen Verhaltensweisen. Vielleicht kommt Michaela mit der Unterstützung von Mozarts „Alla Turca“ ja sogar auf eine Lösung oder Linderung für koppende Pferde. Ich halte ihr alle Daumen und bin super gespannt auf den Verlauf ihrer Forschung. 

Bei einem gemeinsamen Kinoabend mit Marc Lubetzki ließen wir den Abend ausklingen, bis sich Zusehr und Speaker übermüdet in die Betten fallen ließen.

Ich muss dem gesamten Organisationsteam ein riesiges Lob und Dankeschön aussprechen. Ich war sehr selten auf einer Veranstaltung, wo ein dermaßen positiver Austausch herrschte. Ich hatte auch das Gefühl, dass wir Speaker untereinander zu einem Thema völlig offen vor Publikum diskutieren hätten können. Und gerade das ist doch selten, schließlich will jeder in der Pferdewelt sehr gerne seine eigenen Überzeugungen an den Mann bringen. Der wertschätzende und offene Umgang unter Speakern, Organisationsteam und den vielen Zuschauern war einzigartig und ist auch in den zahlreichen Feedbacks auf der Facebook Seite spürbar. Dort findet ihr auch eine Foto Rückschau. 

Ich hoffe sehr, dass ein solches Event wieder zu Stande kommt. Ich bin stolz Teil dieser grandiosen Premiere gewesen zu sein!

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