Dicke Luft im Stall? Damit ist jetzt nicht die zwischenmenschliche Ebene gemeint. Wenn in der Winterzeit die Fenster in den Stallungen geschlossen werden, damit die Tränker nicht einfrieren, kann es ganz schön „intensiv“ in Punkto Luft werden.
Oder auch nicht. Petra Wenzel aus Deutschland setzt hier auf „Kleine Helfer“.

Was sind Effektive Mikroorganismen (EM)? 

Petra: Die Effektiven Mikroorganismen (EM) sind eine spezielle Kombination verschiedener Kulturen von natürlich (in der Natur) vorkommenden Mikroorganismen, die regenerative Prozesse unterstützen und somit fäulnisbildende/ krankheitserregende Prozesse unterdrücken können. Sie sind nicht gentechnisch verändert.
Diese flüssige, braune und säuerlich riechende Multimikrobenmischung besteht hauptsächlich aus Milchsäure- und Photosynthesebakterien, Hefen und fermentaktiven Pilzen. Diese kennen wir aus der Herstellung von Lebensmitteln wie Sauerkraut, Bier, Joghurt, Wein oder Käse.
Die “Urlösung” wurde vor 30 Jahren auf der Insel Okinawa (Japan) von dem japanischen Agrarwissenschaftler Pfrof. Higa als Bodenhilfsstoff für die Landwirschaft entwickelt. Ziel sollte es sein, den Boden und die Pflanzen mit aufbauenden Bakterien zu besiedeln, um fäulnis- und krankheitseregende Mikrorganismen zu verdrängen. Er konstatierte, dass durch den Einsatz starke, regenerative/aufbauende Kräfte im Boden erzeugt wurden und somit wuchsen dort kräftige Pflanzen, die einen größeren Ernteertrag erbrachten, ohne den Einsatz von chemischen Düngemitteln.
Bald stellte sich heraus, dass der Einsatz von EM auch im Haushalt, und bei der Gesundheit Tieren und Menschen zu erstaunlichen positiven Veränderungen führen kann.

Was bewirken also Effektive Mikroorganismen genau? 

  • EM schaffen ein mikrobielles Gleichgewicht, weil die erwünschten Mikroben wieder die Oberhand gewinnen und mögliche pathogene (krankmachende) Keime reduziert werden.
  • EM beschleunigen die Umsetzung organischer Materialien und verhindern Fäulnis.
  • EM beleben den Boden und erhöhen die Aktivität der Bodenlebewesen.
  • EM verringern die Keimdauer und fördern die Wurzelbildung.
  • EM reinigen Wasser.
  • EM reduzieren umweltrelevante Schadgase und beseitigen schlechte Gerüche.

Und was können die EM fürs Pferd tun? Wo kann man EM fürs Pferd zum Einsatz bringen? 

Im Pferdebereich hat sich der Einsatz von EM bewährt. Ursache dafür ist, dass bei Pferden die Verdauung ein sensibler und wichtiger Faktor für die Gesamtverfassung und Gesundheit ist. Durch die heutige Pferdehaltung hat sich allerdings das Fressverhalten und auch das Nahrungsangebot deutlich verändert. Natürliches Futter wird immer nährstoffärmer, wichtige Kräuter fehlen oft gänzlich auf den Weiden. Das Immunsystem des Pferdes befindet sich mit einem Anteil von 70 % im Darm und ist damit ausschlaggebend für die Gesundheit und Lebenskraft des Pferdes. EM kann das Milieu im Verdauungstrakt positiv verändern und verbessern.

Somit wirken sich EM beim Pferd in den nachfolgenden Bereichen positiv aus:

a) auf den Darm: der Verdauungsapparat sollte gut funktionieren. Der Darm hat wie beim Menschen oberste Priorität. Bis zu 70% resultiert die Gesundheit bei Pferd aus einer intakten Darmflora.

b) gegen Fliegen: diese Plagegeister werden von den Ausdünstungen der Pferde angezogen. „Wo Fäulnis ist, da sind auch Fliegen“.

c) gegen Hautpilze: diese Parasiten besiedeln die Haut des Pferdes aus dem Grund, der auch die Fliege anlockt: der Darm ist nicht in Ordnung.

d) gegen ein schwach ausgebildetes Hufhorn: die gestörte Darmflora ist nicht in der Lage, die benötigten Aufbaustoffe auszubilden.

e) für gesundes Futter: denn minderwertiges Futter, verursacht Koliken, die auch tödlich enden können.

Ohne Staub ist zudem vieles angenehmer im Stall: Einstreu aus Heu, Stroh oder Sägemehl verursacht Staub. Die großen Nüstern der Pferde atmen so bei der Futteraufnahme von Heu/Stroh viele Staubpartikel ein. Diese legen sich auf die Atemwege. Wenn zusätzlich noch Pilzsporen im Heu oder Silage dazu kommen, kann dies zu ernsten Erkrankungen der Atemwege führen.

Durch die Kombination von Fütterung, Wasseraufbereitung, Fellpflege und Stallhygiene verändern und verbessern Effektive Mikroorganismen nachhaltig das Milieu im Verdauungstrakt, auf der Haut und in der Umgebung des Pferdes.

Welche Arten von EM gibt es und woher beziehe ich diese?

  • EM-Grundlösung
  • EMa (= EM aktiviert): Wird aus EM1 + Zuckerrohrmelasse + Wasser fermentiert. EMa kann selbst hergestellt werden und ist anzuwenden wie das Ursprungspräparat EM.
  • EM-Keramik-Pipes: Den gebrannten Ton gibt es in Form von unterschiedlichen „Pipes“. Trinkwasser kann optimiert werden, indem in Keramik gebrannte EM in die Tränke von Pferden gelegt werden. Dies kann sich positiv auswirken, da Wasser während des langen Transportweges vom Wasserwerk in die Haushalte an positiver Energie verliert, weil sich die natürliche Form der zusammenhängenden Wassermoleküle ändert. Durch EM wird die ursprüngliche Kettenform der Moleküle im Wasser wieder hergestellt und somit für die Körperzellen nutzbar gemacht.
  • Futter-Bokashi (jap. „Allerlei“ ): Es handelt sich um fermentiertes, organisches Material, wobei sich die Milchsäurebakterien und andere Mikroben vermehren und die Vielfalt der Mikroben produziert eine Fülle an Antioxidantien (Vitamine, Enzyme). Bokashi ist weitgehend vergleichbar mit Silagefutter in der Landwirtschaft oder auch sauer eingelegtem Gemüse, wie z. B. Sauerkraut.

Ich selbst kaufe und verkaufe nur die Original Produkte der Firma Emiko.

Liebe Petra, vielen Dank für das informative Gespräch. 🙂 Mehr über Petras Arbeit und die Effektiven Mikroorganismen gib es auf ihrer Homepage!

 

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