Von der Idee zum fertigen Buchprojekt, was als Magazinidee startet geht als Buchserie in Druck. Wieder eine akademische Reise, diesmal ganz literarisch.

Oktober 2016 in Ainring und eigentlich geht es für die Jahreszeit viel zu heiß her. Das hat nicht nur mit den herbstlich  – sommerlichen Temperaturen zu tun. Mein Kopf raucht. In der Mittagspause haben Bent Branderup und ich Ideen gesponnen – genauer geht es um eine Idee für so ein Magazin rund um die Akademische Reitkunst.

Ein paar Wochen später und einige Ideen weiter wird es konkret. Die Magazin Idee wird zu einer Buchserie. Konkret :

Akademische Reitkunst 

Um eins zu werden, müssen zwei Geister wollen, was zwei Körper können (Bent Branderup)

In unserer schnelllebigen und digitalisierten Welt steigt zunehmend das Interesse einer schonenden und durchdachten Ausbildung für Reiter und Pferd, die auskommt ohne Wettkampfmentalität und Druck, der auf Pferden und Ausbildern lastet.

Mit der „Akademischen Reitkunst“ hat der dänische Ausbilder Bent Branderup eine facettenreiche Methode aus der Vergangenheit der Reitkunst wieder lebendig gemacht. Die Lehren der Alten Meister wie Xenophon, Pluvinel, Newcastle, Guérinière und Steinbrecht bilden die Grundlage für ein 17 Stufen umfassendes Ausbildungskonzept, das Köper und Geist von Pferd und Mensch anspricht und fördert.

Was haben uns die Alten Meister hinterlassen, wo sind sie sich einig und wo stoßen sie auch mit ihrer Kritik in dieselbe Kerbe? Und wie passen neue physiologische, psychologische und pädagogische Erkenntnisse zu ihren Empfehlungen? Damit befasst sich die „Ritterschaft der Akademischen Reitkunst“, die in ihrem Brainpool mehr als 230 Mitglieder internationaler Herkunft umfasst.

15 bis 20 von ihnen stellen ihr Wissen in den künftigen 17 Sammelbänden der „Akademischen Reitkunst“ zur Verfügung. Dabei handelt es sich um Experten für Kommunikation, Hufgesundheit, Osteopathie, Gymnastizierung, Körpersprache, Gebisslose Reitkunst, Rehabilitation oder Psychologie. Von Horsemanship – oder Beziehungspflege bis hin zur Hohen Schule teilen sie ihr Wissen – immer den Fokus auf unsere zwei Geister, die gemeinsam wollen, was zwei Körper können – um eins zu werden – und um ganz einfach Zeit miteinander schön zu verbringen.

Die erste Ausgabe kommt Ende September in den Buchhandel, ist aber zb auch über Ralf Schmitts Shop erhältlich.

Teil 1

In der ersten Ausgabe geht es um die Stufe Null, also das Fundament der Akademischen Leiter. Um Horsemanship oder anders gesagt Beziehungspflege. Die Ausgabe wird auf deutsch und englisch erhältlich sein, beide Sprachen in einem Buch vereint. Vereint sind auch mehrere Autoren in diesem Projekt, so haben insgesamt 14 Autoren in der ersten Ausgabe ihr Wissen rund um die ersten Schritte in der Akademischen Reitkunst zur Verfügung gestellt.

Die Bandbreite ist also international, es geht um das Thema „Führen“ und Führen lassen, Führtechniken und die ersten Schritte mit dem jungen Pferd, um die Psyche des Pferdes, um die mentalen Stärken, die wir als Ausbilder der Pferde mitnehmen müssen und um die vielen Stolpersteine, die uns beim Lernen zu mehr Achtsamkeit und Bewusstsein führen. Spannend wird es auch in der „Reise zur Reitkunst“ – Bent Branderup nimmt uns mit auf seinen Weg von der Kinderreitschule bis zur Gegenwart in einer spannenden Serie. Und im akademischen Werkzeugkoffer stellen wir in jeder Ausgabe ein spezielles Werkzeug vor, schließlich ist nicht jedes reiterliche Problem der Thematik „Schlage einen Nagel mit dem Hammer in die Wand“ gleichzusetzen.

Ich freue mich sehr, dass wir quasi mit diesem Buchprojekt den „Spirit“ der Ritterschaft und der Sommerakademie einfangen können – wenn gefachsimpelt, ausgetauscht und wir mit- und voneinander lernen können, denn dann Reiten wir einmal Einfach!

Es wird also wirklich spannend….mehr möchte ich erstmal nicht verraten 😉

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Zusammenfassung:

Was? Eine Buchserie über die 17 einzelnen Stufen der Akademischen Reitkunst

Magazin oder Buch? Es ist tatsächlich ein Buch! Damit wir das Projekt zweisprachig umsetzen können, haben wir uns für die Buchvariante entschieden, allerdings wird es Interviews, Artikel, Glossen geben – sprich von der Lesbarkeit wird es sich vielleicht wie ein Magazin anfühlen, haptisch aber definitiv ein Buch. Und der Vorteil: Auch in ein paar Jahren kann man dann noch bei Ausgabe 1 beginnen und die weiteren Bände einzeln oder insgesamt dazu sammeln – je nach Thema, Lust und Laune.

Wer? Die aktiven Autoren sind aktive Mitglieder der Ritterschaft, Herausgeber ist Bent Branderup, Chefredaktion: Anna Eichinger

Wie? Die Ausgaben erscheinen zweimal im Jahr, im Frühling und im Herbst (März und September) auf englisch und auf deutsch!

Wo? Verlag Müller Rüschlikon

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