Frag doch mal Bent

Frag doch mal Bent

Akademische Reitkunst? Reiten lernen? Wie geht es man es am besten an? Gibt es Pros und Contras? Bei uns sagt man, man fragt den Schmied und nicht den Schmiedl – da liegt es doch auf der Hand Bent Branderup persönlich zu befragen, wenn es um Allgemeines oder „Heiße Eisen“ geht.

Als ich 2007 zum ersten Mal mit der Akademischen Reitkunst in Berührung kam, gab es nicht eine, sondern viele Fragen. Ich hatte eigentlich die Suche nach Leichtigkeit aufgegeben und mich bereits mit dem Gedanken begnügt – wenn schon Reiten, dann halt irgendwie im Wald. Als ich die Leichtigkeit meiner lieben Freundin Eva mit ihrem Warmblüter Anton in einer Piaffe sah, war ich schlichtweg berührt, gleichzeitig aber verunsichert. Eine kunstvolle S-Kandare kannte ich bis dahin nur aus dem Museum und der Sattel erinnerte mich irgendwie an die Modelle aus der spanischen Hofreitschule.

Wenn wir schon bei Sprichwörtern sind, dann sagt man in Österreich: Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht. So ähnlich ging es mir also auch: Ich war durch das exotisch anmutende Equipment so erstaunt, dass ich die Frage nach dem Wesentlichen, nach der Leichtigkeit beinahe vergessen hätte.

Was, wer, wie, wo, warum?

Sicherlich geht es vielen Neulingen und Einsteigern auch so ähnlich. Schon der Name – Akademische Reitkunst? Das klingt kompliziert!
Braucht man einen Hochschulabschluss für die Reitkunst? Oder lernt man reiten nicht einfach, indem man reitet? 

Wäre doch klasse, wenn man diese oder andere Fragen direkt an Bent Branderup stellen könnte?

Man kann – im folgenden Video wird die oben gestellte Frage nach der Komplexität der Reitkunst von Bent persönlich – auf englisch beantwortet:

Klickt mal rein. Ich habe euch Bents Antwort übersetzt:

„Natürlich muss man reiten lernen, indem man reitet. Wir brauchen also gewisse körperliche Fähigkeiten, wir brauchen ein gutes Körpergefühl, um zielgerichtet mit dem Körper Mitteilungen geben zu können. Wir brauchen aber auch das Verständnis, was man da eigentlich mit seinem Körper tun soll. Es bringt also nichts, wenn man die körperlichen Fähigkeiten alleine besitzt.

Akademische Reitkunst – der Name stammt aus der Zeit der alten Reitakademien, einige von ihnen sind übrigens heute bekannte Universitäten. Reiten zu lernen bleibt natürlich in gewisser Weise kompliziert, es hilft also clever zu sein. Und es geht nicht nur ums Reiten selbst, sondern um das Training von Körper und Geist.“

Und wie ich heute 10 Jahre später weiß – es lohnt sich mit Köpfchen zu reiten und seinen Körper unter Kontrolle zu bringen.

Habt ihr auch Fragen? Dann stellt eure Fragen an Bent Branderup doch direkt!

Das englische Video ist auf Bents Facebook-Seite zu finden.

Postet eure Frage direkt unter das Video auf der Facebook Seite – jeden Monat wird eine Frage gezogen und von Bent per Video beantwortet. Die deutsche Übersetzung bekommt ihr von mir auf meiner Blogseite.

Die nächste Ziehung ist am 29. Mai 2017 , das nächste Video folgt dann am 31. Mai 2017 🙂

Viel Spaß mit den Videos und den vielen Antworten, die da noch auf uns zukommen!

 

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Der Aussenzügel

Der Aussenzügel

Du musst das Pferd an den Aussenzügel reiten! Gib dem Pferd doch am Aussenzügel eine Parade! Aussenzügel dran! Es gib so viele Mythen über den Aussenzügel, daher lohnt es sich, dem Außenzügel einmal einen eigenen Artikel zu widmen.

Die Sache mit den zwei Zirkeln

Alle Basis beginnt am Boden. Nachdem meine Schüler Bodenarbeit, Longenarbeit und Handarbeit kennen gelernt haben, geht es natürlich im Sattel weiter. Das Glück auf der Erde ward aber auf dem Rücken der Pferde nicht sofort wieder gefunden.

Dies liegt vor allem an der Sache mit den Zügeln.

Als Menschen sind wir in unserer täglichen Arbeit, generell im Alltag extrem „Handfixiert“. Was es da nicht zu hämmern, halten, reißen, fixieren, lenken, schreiben, tippen und streichen gibt. Das Vokabular für manuelle Tätigkeiten ist beinahe endlos.

Wenn wir in den Sattel steigen kennt unser Pferd bereits die Arbeit mit Paraden, es kann Informationen aus der Hand empfangen und der Hand auch wiederum wichtige Informationen weiter geben.

Wenn wir die Zügel aufnehmen, dann fallen Reiter gerne in alte Muster zurück – oft wird in den Reitschulen das Kommando: Außenzügel dran zum fixen Credo – und zur fixen Hand.

Viele Reiter haben schon mal gehört, dass man das Pferd an den Aussenzügel heranreitet. Richtig. Das impliziert aber, dass etwas in der Vergangenheit geschehen muss, um in der Zukunft die Verbindung an den Außenzügel zu bekommen – oder eben nicht. Diese gewünschte Verbindung und die Vorarbeit in der Vergangenheit wird allerdings gerne abgekürzt, indem man den äußeren Zügel einfach rasch kurz hält.

Wenn wir unser Pferd auf dem Zirkel arbeiten (und selbst auf der langen Geraden in Halle oder Viereck kommen wir mal durch eine „runde“ Ecke), dann haben wir eigentlich zwei Beinpaare: Ein inneres und ein äußeres Beinpaar, dazwischen mehr oder weniger Masse Pferd. Rein Mathematisch wäre es also unlogisch, den inneren Zügel ganz exakt gleich kurz zu fassen, wie den äußeren Zügel. Von einer Zirkelmitte mit Zirkel und Maßband nachgemessen ist der innere Zirkel der inneren Beinpaare schließlich enger als der äußere Zügel. Ein zu kurzes Fassen des äußeren Zügels bewirkt also ein Kurzmachen der äußeren Oberlinie. Dabei war es doch das Ziel bei der Biegung auf dem Zirkel gerade die äußere Oberlinie zu mehr Dehnung einzuladen.

Zurück auf den Boden: in den ersten Führübungen laufen wir rückwärts vor dem Pferd her. Beim so genannten „Following“ oder „Fokus“ lernt das Pferd unserem Körper zu folgen. Die Gerte kann als innerer oder äußerer Zügel angewandt dem Pferd zeigen mit der äußeren Schulter in den Zirkel zu wenden oder über den inneren Zügel den Zirkel zu vergrößern. Auch wenn das Pferd diese Hilfen kennt – der Fehler – leider die schlechte Nachricht sitzt immer im Sattel. Daher ist ein direkter Übergang von der Bodenarbeit in den Sattel auch nicht ratsam. In der Handarbeit schulen wir nicht nur das Verständnis des Pferdes für die indirekten Zügelhilfen – darunter verstehen wir die Führung zwischen den Schultern, sondern auch die direkten Zügelhilfen.

In der Bodenarbeit haben wir über den Kappzaum auf den Schädel des Pferdes eingewirkt. Stellung und Biegung wurde durch die Bewegung im Genick auf die Wirbelsäule übertragen. Wenn wir nun mit einem Gebiss arbeiten, kommt die Einwirkung der Hand zuerst im Unterkiefer an. Dieser muss unter den ersten Halswirbel, nach außen rotieren, somit kann sich eine Biegung auf die gesamte Wirbelsäule des Pferdes übertragen. Im besten Fall springt der Mähnenkamm des Pferdes nach innen über, die Biegung pflanzt sich vom Genick aus durch die gesamte Wirbelreihe fort. In der Bewegung kommt die innere Hüfte nach vorne-unten. Der äußere Brustkorb hebt sich, der innere Brustkorb senkt sich in Rotation. Somit wird ein freies Herausschwingen der Vordergliedmaßen möglich.

Soweit so gut. In der Praxis allerdings stoßen wir zu Beginn auf größere Hürden. Beispielsweise Steifheiten im Pferdekörper. Zunächst spüren wir diese in der Bodenarbeit auf und versuchen bestmöglich durch Gymnastizierung des inneren und äußeren Hinterbeins Balance und Durchlässigkeit, sowie Losgelassenheit zu erarbeiten.

Im Sattel hat der innere Zügel zunächst mal die Aufgabe bei der Erarbeitung von Stellung der primären Hilfe Sitz zu assistieren. Der äußere Zügel übernimmt die Aufgabe, die Biegung im Falle eines Überbiegens zu reduzieren. Gerade das Überbiegen kommt am Anfang gerne vor, allerdings wird der Reiter dann sein Pferd umso mehr auf die äußere Schulter werfen. Ein Festhalten am inneren Zügel (egal ob am Kappzaum oder am Gebiss) führt jedoch zum Festmachen der äußeren Halsmuskulatur bis hin zur gesamten äußeren Oberlinie. Diese Festigkeit wirkt sich wiederum negativ auf die gerade erarbeitete Biegung aus, wenn die innere Hüfte zum Ausfallen „gezwungen“ wird.

Ich wende das Pferd niemals mit dem Gebiss, denn dieses wirkt am Kopf und der hat bekanntlich keine Beine. (Bent Branderup) 

Der direkte Zügel kann das Pferd also sanft lösen und an der Stellung feilen, der indirekte Zügel ist für die Führung der Schultern verantwortlich. Die lösenden Hilfen des inneren Zügels sollen schließlich zu einer deutlicheren Verbindung an den äußeren Zügel führen. Dieser Prozess gelingt nicht so rasch, bedeutet Geduld und vor allem das Schwierigste: Immer wieder nachgeben. Aber ein kleiner Trost: Schon Guérinière schreibt 1733, dass es die größte Schwierigkeit für den Menschen nachzugeben ist. Willkommen also im Club 😉 

Der innere Zügel führt die Schultern des Pferdes nach außen, der äußere Zügel führt die Schultern nach innen. Eine der ersten Übungen ist daher auch das Verkleinern und Vergrößern einer Zirkellinie. Der äußere Zügel darf bei der Führung der Schultern eben nie so stark einwirken, dass er Einfluss auf das Gebiss bzw. den Unterkiefer nimmt.

Bereiten wir das Pferd also gut in der Bodenarbeit bzw. später in der Handarbeit auf den indirekten Zügel vor – dann haben wir es vom Sattel aus später leichter und Reiten Einfach 😉

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Total #Pfernetzt

Total #Pfernetzt

Pfernetzt – das heißt Pferde, Vernetzen, Austausch, Vorträge, Tüfteln, gemeinsame Leidenschaft….und das alles auf der „Fohlenweide“ in Fulda. 

Organisiert wurde dieser einzigartige Event von einem hinreißenden Team, das, genau wie ich über ein bestimmtes Pferdethema bloggt. Darunter Christina von Herzenspferd, Sarah von Verwandert, Petra von der Pferdeflüsterei, Miri von „Mein Faible“, Akki von Führpferd.de, Tanja von Tash Horse Experience und noch viele andere…

Übrigens: Ich glaube ich habe noch nie so viele Verlinkungen in einen Artikel gepackt – jedenfalls findet ihr alle Informationen zu den vorgestellten Personen direkt beim Namen verlinkt 😉 Schaut doch mal rein, es lohnt sich, denn in den Blogs steckt auch irrsinnig viel Herzblut und Leidenschaft.

Aber der Reihe nach….

Freitag ging es zunächst mit dem Zug nach Salzburg, wo ich bei Tanja Pöschl von „Tash Horse Experience“ zusteigen konnte. Gemeinsam ging es dann weiter nach Fulda. Schon die Reise brachte einen sehr wertschätzenden und offenen Austausch.

Und trotz mindestens sechs Stunden Fahrt gingen uns die Themen nicht aus (irgendwie logisch unter Pferdeleuten, oder)?

In Fulda angekommen wurden wir gleich herzlich von den restlichen Teammitgliedern begrüßt. 

Beim Abendessen habe ich mich auch gleich mit Ruth Katzenberger pfernetzt – oder ponynetzt…Ruth berichtete viel Spannendes aus dem Leben mit Shettys. Ihre Erfahrungen haben einmal mehr unterstrichen wie individuell man an das Training und Zusammensein mit den Vierbeinern gehen muss. Mehr über Ruth und ihre tolle Arbeit gibt es auf ihrer Blogseite

Samstag Morgen trudelten schön langsam an die 200 Zuseher ein, die sich ganz interessiert auf die einzelnen Vorträge aufteilten.

Nach einer Präsentation von Babette Teschens Longenkurs habe ich mir die Arbeit von Angelika Hutmacher angesehen. Angelika konzentriert sich auf Familienaufstellungen mit Pferden. Eine total spannende Sache – und ein Thema – das gänzlich neu- aber sehr spannend für mich war.  Vielleicht gelingt es mir ja auch durch Angelikas Tipps Erinnerungslücken an mein erstes Pferd „Kobold“ zu schließen, dessen für mich sehr tragischer Verlust einige Erinnerungen an ihn gänzlich ausgelöscht hat.

Im Anschluss hielt Kati Westendorf ihren Vortrag über gesunderhaltende Zusammenarbeit mit den Pferden. Ihr Saal war super gefüllt – ich habe auch über ihren Input ausschließlich positive Resonanz gehört. Kati war gleich nach ihrem Vortrag bei meiner Einheit mit dabei.

Ich war einigermaßen überrascht, als so ziemlich alle Hände in die Höhe schnellten, als ich in die Zuschauermenge fragte, wer denn schon mal Kontakt mit der Akademischen Reitkunst hatte. WOW!! Noch dazu gab es auch bei den anderen Referenten überall akademischen Einfluss. Angelika Hutmacher berichtete auch in ihrem Vortrag von Unterricht bei Marius Schneider, Kati Westendorf ist bekannte Wiederholungstäterin in Sachen „Dänemark Bildungsreisen“ und schreibt darüber ja auch auf ihrer Seite, Marc Lubetzki filmt zwar aktuell Wildpferde, früher jedoch zeichnete er sich für die Videokurse von Bent Branderup verantwortlich. Es gab also eine Menge bekannter Gesichter.

Kati jedenfalls war bei meinem Vortrag mit dabei – ich freue mich, da ich ein sehr schönes Feedback von ihr erhalten habe:

Da Anna und ich bereits im Vorfeld ein wenig über ihren Vortag gesprochen hatten, wusste ich bereits, dass es ein ganz besonderes Erlebnis werden würde.
Mit dem Virus der akademischen Reitkunst musste Anna mich persönlich nicht erst infizieren, jedoch fühlte sich die Energie im Raum für mich so an, als wäre jeder einzelne Mensch darin nun ein wenig angesteckt, ganz gleich welche Vorkenntnisse er mitgebracht hatte.
Anna hatte mit ihrer Einleitung über die akademische Reitkunst voll ins Schwarze getroffen und sicherlich einige skeptische Gedanken aus dem Raum gefegt.

Anschließend spielte ich Versuchskaninchen für Anna und durfte so am eigenen Körper erfahren wie detailliert sie die primäre Hilfe der Bodenarbeit unter die Lupe nimmt.
Unserer Körpersprache sind wir Menschen uns oft nicht mehr sehr bewusst, da wir selten achtsam in unseren Körper hineinspüren und die Auswirkungen auf unseren Gegenüber analysieren.
Genau dazu forderte Anna alle Teilnehmer auf, als sie uns auf zwei Zirkel schickte.
Welches Bein schiebt vermehrt?
Wo zeigen unsere Schultern dabei hin?
Wie verändert sich die Zirkelgröße, wenn das tragende Bein nicht mehr das Innere ist?
Welcher Seitengang könnte helfen, um die Schiefe auszugleichen?

Für mich war dieser Prozess außerordentlich aufschlussreich und ich denke, dass auch die anderen Teilnehmer das ein oder andere AHA-Erlebnis hatten.
Die Stimmung war so wunderbar locker und leicht, dass es mir besonders Spaß gemacht hat Pferd zu spielen und gemeinsam mit Anna zu demonstrieren, wie wichtig das Timing einer jeden treibenden Hilfe ist und welche Auswirkungen das widerrum auf das Pferd hat.
Gerne lasse ich mich wieder von dir durch den Raum schubsen, Anna. Danke für diese Erfahrung 🙂

Mein Highligh war das Hineinspüren in die Parade, da Anna mir hierbei ein fehlendes Puzzleteil mit auf meinen Weg gab. Mir kribbelte es direkt in den Fingern, meinen Pferden von dem neuen Input zu erzählen.
Die gute Stimmung im Raum schaffte eine unheimlich angenehme Lernatmosphäre – Spiele sind im Klassenzimmer manchmal eben doch erwünscht 🙂

Danke Anna, du hast uns mit deinen Ideen inspiriert, bereichert und natürlich auch #pfernetzt.

Einem so schönen Feedback kann ich mich nur anschließen: Sehr spannend war auch der Vortrag von Michaela Hempen. Die Tierärztin widmet sich nicht nur der Forschung, sondern auch der Kombination klassischer Dressur in Verbindung mit positiver Verstärkung mittels Clicker Training. Michaela hat einen äußerst spannenden Vortrag rund um diese Methode dargeboten – besonders spannend finde ich nun ihre Forschung zum Thema Koppen und die Auseinandersetzung mit besonderen Verhaltensweisen. Vielleicht kommt Michaela mit der Unterstützung von Mozarts „Alla Turca“ ja sogar auf eine Lösung oder Linderung für koppende Pferde. Ich halte ihr alle Daumen und bin super gespannt auf den Verlauf ihrer Forschung. 

Bei einem gemeinsamen Kinoabend mit Marc Lubetzki ließen wir den Abend ausklingen, bis sich Zusehr und Speaker übermüdet in die Betten fallen ließen.

Ich muss dem gesamten Organisationsteam ein riesiges Lob und Dankeschön aussprechen. Ich war sehr selten auf einer Veranstaltung, wo ein dermaßen positiver Austausch herrschte. Ich hatte auch das Gefühl, dass wir Speaker untereinander zu einem Thema völlig offen vor Publikum diskutieren hätten können. Und gerade das ist doch selten, schließlich will jeder in der Pferdewelt sehr gerne seine eigenen Überzeugungen an den Mann bringen. Der wertschätzende und offene Umgang unter Speakern, Organisationsteam und den vielen Zuschauern war einzigartig und ist auch in den zahlreichen Feedbacks auf der Facebook Seite spürbar. Dort findet ihr auch eine Foto Rückschau. 

Ich hoffe sehr, dass ein solches Event wieder zu Stande kommt. Ich bin stolz Teil dieser grandiosen Premiere gewesen zu sein!

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Rückwärtsrichten

Rückwärtsrichten

Rückwärts ist das neue Vorwärts. Zumindest wenn es um die Akademische Bodenarbeit geht. Für Neulinge oft ein seltsamer Anblick, wenn wir im Viereck rückwärts vor dem Pferd herlaufen. Nicht nur ein seltsamer Anblick, auch das Rückwärtslaufen ist für die meisten Menschen nach wenigen Minuten äußerst schweißtreibend.

Studien belegen dem Rückwärtslaufen aber einen großen Benefit für die Bewegungsqualität und Gesundheit des Menschen.

Rückwärtslaufen beansprucht die Gelenke weniger als Vorwärts zu laufen. Außerdem: Rückwärts unterwegs zu sein bedeutet einen höheren Sauerstoff- und Kalorienverbrauch. Somit lassen sich beim Rückwärtslaufen Herz und Kreislauf effizienter trainieren als beim Vorwärtslaufen.

Wer sich rückwärts bewegt, bewegt und belastet seinen Körper völlig anders, als in der Vorwärtsbewegung. Das hat natürlich auch Auswirkungen auf die menschliche Hüfte und Wirbelsäule, sowie die Muskulatur. Die Hüfte wird gekräftigt, das kommt natürlich auch der Stärkung der Wirbelsäule zu Gute.

Gerade Menschen, die viel im Büro sitzen (und das ist natürlich ein Großteil) leiden unter einer schwachen Rückenmuskulatur, sowie schwacher Hüfte. Ein wenig Rückwärts kann blockierte, oder verschobene Beckenschaufeln wieder frei legen. Einige Sportler schwören auf Rückwärts, vor allem mit steigendem Tempo sollen hier die Effekte umso größer werden.

Waden und Oberschenkelmuskulatur werden beim Rückwärtslaufen ebenso gestärkt. Die meisten Menschen, die das Vorwärts in Rückwärts umwandeln berichten von Muskelkater.

Was Rückwärts noch bringt? Auch die Arme werden gekräftigt und natürlich schulen wir unsere Balance und Körpergefühl.

Spitzensportler, vor allem Läufer nehmen die Rückwärtsbewegung in das Training dazu. Einerseits wird man durch das Rückwärtslaufen im Vorwärts schneller, andererseits dient das Rückwärts den Sportlern zum Koordinationstraining.

Wie sieht es aber mit dem rückwärts richten aus? Welchen Benefit haben denn unsere Vierbeiner?

Was ist Rückwärtsrichten eigentlich?

Beim Rückwärtsrichten bewegt sich das Pferd rückwärts, anstelle der Bewegung des Viertakts im Schritt bewegt sich das Pferd in einer diagonalen Bewegung rückwärts. Das diagonale Beinpaar rechts vorne und links hinten bewegen sich also beispielsweise gleichzeitig. Eine entsprechende Qualität im Rückwärtsrichten ist nur dann gegeben, wenn das Pferd die Beine vom Boden hebt und zurücksetzt, die Beine allerdings nicht am Boden schleifen lässt und Spuren im Sand hinterlässt.

Rückwärts wird heute in Prüfungen zur Überprüfungen von Gehorsam und Durchlässigkeit verlangt, die Schaukel, bei der das Pferd 6 Schritte vorwärts und 6 Schritte rückwärts geritten wird stellt in den Grand Prix Prüfungen den Prüfstein für den Bewegungsablauf und Durchlässigkeit.

Alois Podhajsky bemerkt in seinem Werk „Die klassische Reitkunst“ zum Rückwärtsrichten:

„Da das richtige Rückwärtstreten eine starke Hankenbiegung erfordert, sollen nie zu lange ausgedehnt werden. Beim Lehren der Übung wird der Ausbilder schon damit zufrieden sein, dass das Pferd, dem Zügelanzug folgend, ein bis zwei Tritte zurück geht. Zum Rückwärtsreten wird das korrekt auf allen vier Beinen stehende Pferd mit beiden Schenkeln an der Gurte zum Anreiten in den Schritt aufgefordert, wobei die Zügel nur mäßig nachgeben. Sobald es aber im Begriff ist die Bewegung anzutreten, wird es auf Grund der vermehrten Zügelanzüge die Beine nach hinten am Boden aufsetzen. Der Schenkeldruck lässt zwar in diesem Moment nach, hört aber nicht auf weil er nicht nur die Versammlung aufrecht zu erhalten hat, sondern auch sofort vermehrt werden muss, sobald das Pferd anfängt zurückzukriechen, anstatt zu treten.“

Waldemar Seunig beschreibt in „Von der Koppel zur Kapriole“ die Hilfen zum Rückwärtsrichten folgendermaßen:

„Zum Rückwärtsrichten gibt der Reiter dem in versammelter Haltung am Zügel stehenden Pferd dieselben Gewichts- und Schenkelhilfen wie zum Antreten der Bewegung nach vorwärts, die Zügel aber wirken in dem Augenblick, als sich ein Hinterbein erhebt, soweit verhaltend, dass dieses und das diagonale Vorderbein nach rückwärts statt nach vorwärts gesetzt werden. In diesem Moment muss der Anzug sofort leichter werden. Dies wiederholt sich so oft, wie die vom Reiter vorher bestimmte Trittzahl beträgt. Vermehrte Kreuzeinwirkung muss je nach dem Grade des Nachgeben der Hand sofortiges Halten oder durch kein Nebeneinandersetzen der Beine unterbrochenen flüssiges Vorwärtsgehen zur Folge haben. Der Oberkörper des Reiters soll dabei ohne Schwierigkeiten eine senkrechte Lage behalten können. Es darf nicht den Anschein haben, als ob die zurückgezerrte Vorhand die Hinterhand zurückschöbe. Bei richtiger Beugung der Hinterhand nimmt diese durch die Mitarbeit von Rücken- und Halsmuskeln die Vorhand nach rückwärts mit.“

Weiters betont Seunig, dass auch im rückwärts die Vorwärtstendenz sichtbar sein muss. Der Beobachter müsse das Gefühl haben, das Pferd laufe sogar im Rückwärts vorwärts.

„Bei einem Pferde, das gerade diese nach rückwärts gerichtete Bewegung in der beschriebenen korrekten Haltung und Form ausführt, können wir mit vollster Berechtigung sagen, es sei gut nach vorwärts geritten, denn just die Art und Weise, wie es an den Hilfen rückwärts tritt, gibt uns die weitgehendsten Aufschlüsse über den Grad seines „Nachvorwärtsgerittenseins“.

Fehlerquellen

Rückwärts braucht also eine Vorwärtstendenz. Dennoch sieht man oft unschöne Bilder von zuviel Zügelzug, weggedrückte Rücken und schleifende Beine, die eine tiefe Spur in den Sandboden ziehen. Das komplette Gegenteil bedeutet Rückwärts – aber zu schnell. Keine gesunde Sache für den Pferdekörper, schließlich kann sich das Pferd durch die zu rasche und starke Beugung im Iliosakralgelenk verletzen, auch Zerrungen an der Psoasmuskulatur sind möglich.

Korrektes Rückwärts ist aber nicht nur ein Prüfstein für Gehorsam und Durchlässigkeit. Gerne wird Rückwärtsrichten auch verwendet, auch in Kombination mit Antraben um die Hankenbeugung zu verbessern.

Rückwärts versus Schulhalt

In der Schulparade schulen wir die Biegsamkeit der Hanken, die Durchlässigkeit, wir empfangen eine Mitteilung vom Pferd in unserer Hand – umgekehrt spüren wir Widerstände im Pferdekörper auf.

Mehr zur Schulparade gibt es unter folgendem Link

Die Schulparade per se ist sicherlich keine Zirksulektion – darüber spricht auch der oben angefügte Artikel. Erst neulich beim Kurs mit Christofer Dahlgren wurde erneut am Unterschied zwischen Schulparade und Rückwärtsrichten gearbeitet. Unsere Pferde haben verstanden auf unseren Sitz zu hören. Verschieben wir die Balance etwas mehr in Richtung Hinterhand, bringen wir das Pferd etwas mehr auf die Hanken und erlauben dann den Hinterbeinen zu folgen – dann haben wir ein korrektes Rückwärts. Im Schulhalt oder in der Levante reiten wir die Hinterbeine vorwärts und geben dem Pferd eine Mittelung über den Sitz die Hanken im Stand vermehrt zu beugen.

Das Pferd sollte die Hilfen für Schulhalt und Rückwärtsrichten gut unterscheiden. Die oben angegeben Zitate von Podhajsky und Seunig gehen allerdings vom bereits gerittenen Pferd aus.

In der Bodenarbeit, Longen- und Handarbeit lernt das Pferd erstmals auf die Körpersprache des Pferdes zu reagieren, sowie ein erstes Verständnis für die Arbeit mit den Paraden.

Gehen wir quasi von der Grundschule – der Arbeit vom Boden aus in den Sattel über, wird dem Reiter ein Helfer zur Seite stehen – nun werden die Hilfen von Bodenpersonal und aus dem Sattel gemeinsam durchgeführt. Somit verhindern wir beim Rückwärtstreten ein Zerren an den Zügeln – auch hier ist die Verfeinerung der Sekundarhilfen, sowie das Verständnis für die Schwerpunktverlagerung beim Pferd zuerst durch sanfte Unterstützung von unten zu fördern, ehe der Reiter alleine die Hilfen abfragen kann.

So lassen sich auch unschöne Bilder, wie Gezerre und zu weites nach-hinten-lehnen vermeiden.

Man könnte nun fragen: Reicht die Schulung der Parade nicht aus, um das Pferd in Punkto Hankenbiegung auszubilden? Ja, vielleicht, allerdings bin ich persönlich mit meinen Pferden nicht nur im „Sandkasten“ unterwegs. Es kann schon vorkommen, dass man mal im Gelände kurz rückwärts muss, sei es vom Sattel wie vom Boden aus. Und hier möchte ich ein vielseitig, geschultes Pferd, dass seine Kenntnisse in der Praxis unweit eines Vierecks ebenso einsetzen kann.

 

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Die Basis am Boden

Die Basis am Boden

Nach der Grunderziehung kommt das Pferd in die Grundschule. Bodenarbeit, Longieren, erste Gymnastik – welche Ideen hatten die alten Meister dazu? Und wie würden sich Antoine de Pluvinel (1555-1620), François Robichon de la Guérinière (1688-1751) und Gustav Steinbrecht (1808-1885) zu diesem Thema in einem heutigen Gespräch untereinander austauschen? Ein mögliches Gespräch habe ich für die Feinen Hilfen, Ausgabe Nr. 17 zusammengefasst.

Steinbrecht: Meine Herren, immer wieder werde ich gefragt, wie die Grundausbildung eines jungen Reitpferdes vonstattengeht. Dabei ziele ich in erster Linie auf die Erarbeitung einer gemeinsamen Kommunikation. Das junge Pferd muss die Art der Verständigung erst erlernen und mit den Hilfen bekannt gemacht werden, bevor man von ihm überhaupt Gehorsam fordern kann. Gewohnheit, Gewöhnung und Wiederholungen sind hier wichtige Maßeinheiten bei der Ausbildung, die sinnvollerweise zuerst als Bodenarbeit zu beginnen hat. Die Anforderungen müssen sich meiner Ansicht nach ganz deutlich in Grenzen halten und der Ausbilder sollte alles, was zum Widerstand und zu Widersetzlichkeiten führen könnten, vermeiden, bis das Pferd die Wünsche des Reiters verstanden hat.

Pluvinel: Ich sehe, wir sind uns in der Art der Ausbildung sehr ähnlich, mein lieber Steinbrecht, da wir den Kopf des Pferdes in allererster Linie ansprechen.

Steinbrecht: Genau, denn die gemeinsame Sprache, die wir in der Bodenarbeit erarbeiten, dient dazu, die Einwirkung auf das Pferd zuerst vom Boden und später vom Sattel aus zu verfeinern. Stärkere Hilfen sollten so möglichst selten werden.

Guérinière: Ebenso wie übertriebene Hilfsmittel und Strafen eingesetzt werden sollten. Für die gemeinsame Erarbeitung der Kommunikation sind Kappzaum, Longe und Peitsche die ersten und einzigen Hilfsmittel, die man auf einem ebenen Platz benutzen darf, um jungen Pferden, die noch nicht geritten werden, die Grundlagen beizubringen.

Steinbrecht: Ich stimme Ihnen zu, Monsieur. Man longiere das junge Pferd zunächst und lege ihm aber auch noch einen einfachen Gurt und eine Wassertrense an. Man lasse das Pferd auf beiden Seiten in Bewegung kommen. Dabei bin ich aber nachsichtig, was das Einhalten einer genauen Gangart oder die Linie des Zirkels anbelangt. Noch an keine Biegung seines Körpers gewöhnt, wird es stets das Bestreben haben, in gerader Linie den Zirkel zu verlassen und daher bald nach innen, bald nach außen abweichen. Diesem Bestreben muss die übereinstimmende Arbeit von Longe und Peitsche in ruhiger Weise entgegen wirken, bis es gelernt hat, sichere Anlehnung an die Leine zu nehmen und deren Führung Folge zu leisten.

Guérinière: Ich erinnere mich, dass Sie auch hier zwei Personen für die Arbeit mit dem jungen Pferd empfehlen. Einer davon hält die Longe, die andere die Peitsche. Derjenige, der die Longe hält, muss im Mittelpunkt des Kreises stehen, auf dem er das Pferd schließlich traben lässt. Der Peitschenführer folgt dem Pferd von hinten und treibt es durch leichte Schläge auf die Kruppe – besser aber auf den Boden – vorwärts. Ist ein Pferd drei- bis viermal auf einer Hand herumgelaufen und gehorsam gewesen, so lässt man es anhalten und lobt es. Nachdem man es hat verschnaufen lassen, lässt man es auf der anderen Hand traben und verfährt genauso.

Pluvinel: Sie wählen hier sofort den Trab, werter Guérinière?

Guérinière: Ja, denn der Trab ist ohne Zweifel die Grundlage aller Übungen, um ein Pferd gewandt und gehorsam zu machen. Dabei wird der Körper des Pferdes im Gleichgewicht gehalten, da zwei Beine in der Luft sich beugen, zwei Beine währenddessen auf dem Boden ruhen und damit den Körper stützen. Dadurch bekommen die Beine in der Luft Leichtigkeit und somit ergibt sich der erste Grad von Biegsamkeit in allen Teilen des Körpers.

So gut jedoch eine Sache vom Grundsatz her sein kann, warne ich vor Übertreibungen, denn man darf trotzdem keinen Missbrauch damit treiben, indem man ein Pferd bis zur Ewigkeit traben lässt.

Steinbrecht: Drängt nun unser junges Pferd nach innen, so muss die Peitsche gegen die innere Schulter gerichtet werden, um es hinaus zu schicken. Drängt es aber auf der anderen Hand gearbeitet nach außen, so hat sich der Longenführer passiv zu verhalten und nur darüber zu wachen, dass es nicht ins Stocken gerät. Die Arbeit an der Longe ist als Vorbereitung für die Übungen unter dem Reiter sehr zweckmäßig und in vielen Fällen unentbehrlich. Das rohe Pferd wird dadurch zunächst vertrauter mit dem Menschen gemacht, in der leichtesten Weise an Arbeit, Aufmerksamkeit und Gehorsam gewöhnt und gewinnt an Biegsamkeit und Gewandtheit, insoweit dies seiner natürlichen Schiefe entsprechend möglich ist. Für das Einhalten der korrekten Kreislinie wird dem Pferd bereits einiges abverlangt.

Guérinière: Da gebe ich Ihnen recht. Damit der Trab an der Longe noch nützlicher für Balance und Formgebung wird, muss man sich als Longenführer stets bemühen, den Kopf des Pferdes mit der Longe nach innen zu stellen und gleichzeitig mit der Peitsche die Kruppe hinauszutreiben und sie einen größeren Kreis beschreiben lassen als die Schultern. Ich werde nicht müde zu betonen, welch hohen Stellenwert somit ein leichtes Schulterherein bereits in der frühen Ausbildung des Pferdes einnehmen kann.

Pluvinel: Ich lasse das rohe Pferd als erstes diese Übung machen. Zuvor habe ich ihm zur Gewöhnung bereits ein Gebiss ins Maul gelegt. Außerdem trägt das Pferd einen Kappzaum, der von mir entwickelt wurde. Er ist aus zwei verschiedenen Seilen hergestellt, die sich gut an die Pferdenase anpassen lassen. Beide Seile sind gleich lang und werden von einem Mann gehalten. Ein zweiter Ausbilder geht seitlich vom Pferd mit einer Peitsche, um damit das Pferd vorwärts zu treiben. Es soll sich am Seil mit nach außen gestellter Kruppe bewegen. Dabei achte ich penibel auf das innere Hinterbein, das wir auf dieser Kreislinie vermehrt unter den Leib des Pferdes zum Schwerpunkt hintreten lassen. Auf diese Weise zeigt der Kopf des Pferdes immer nach innen in die Volte hinein, das Pferd ist nach innen gestellt. Durch diese Ausbildung wird dem Pferd die gute Gewohnheit gelehrt, auf den vor ihm liegenden Hufschlag zu schauen. Ich betone, dass diese ersten Übungen immer um den einzelnen Pilaren ausgeübt werden.

Steinbrecht: Ich bin ein großer Bewunderer Ihrer Pilarenarbeit. Erzählen Sie mehr, Monsieur…

Pluvinel: Nach den ersten Übungen um den einzelnen Pilaren binde ich das Pferd nun zwischen zwei Pilaren an. Ich stelle mich hinter das Pferd und bringe ihm bei, sich ruhig seitwärts hin und her zu bewegen. Zwischen zwei Pilaren ausgebunden lernt unser junges Pferd nun, sich auf Aufforderungen von Gerte und/oder Peitsche in Schritt, Trab und später Galopp zu bewegen und auch seitwärts hin und her zu treten. Der besondere Vorteil liegt in der Korrektur: Wenn das Pferd dabei ausweichen möchte, korrigiert es sich durch den aushaltenden Kappzaum selbst und geht dabei präziser und genauer vor, als es ein menschlicher Ausbilder je könnte.

Guérinière: Stellen Sie als Pädagoge schwierige oder leichtere Aufgaben voran?

Pluvinel: Ich, mein geschätzter Guérinière, halte es für sehr gut, mit dem Pferd als Erstes Dinge zu üben, die ihm sehr schwerfallen. So finde ich es wichtig, vorwiegend mit dem Kopf, also mit dem Geist des Pferdes, zu arbeiten. Der Körper wird somit nicht überfordert. Der Ausbilder muss dabei den Arbeitseifer hüten, denn die Gutwilligkeit des Pferdes darf unter keinen Umständen erstickt werden.

 

 

 

 

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