Mit dem Körper das Feuer ansprechen!

Mit dem Körper das Feuer ansprechen!

„Basis ist nur Basis, wenn es für irgend etwas Basis ist“ Bent Branderup.

Was aber ist die eigentliche Basis? Am Anfang steht eine gute Beziehung.

Beziehungsprobleme?

Und warum gibt es immer wieder „Beziehungsprobleme“, wenn wir mit unseren Pferden zu tun haben?

Jossy Reynvoet, lizenzierter Bent Branderup Trainer aus Belgien und spezialisiert auf gebisslose Reitkunst sowie Horsemanship ortet diese Beziehungsprobleme vor allem – erraten – beim Reiter.

Pferde sind nicht introvertiert. Aber wir Reiter tragen dazu bei, dass unsere Pferde introvertiert werden. Probleme mit Pferden entstehen erst, wenn Erwartungen ins Spiel kommen“. (Jossy Reynvoet)

Eine „elementare“ Beziehung

Um unsere Pferde besser zu verstehen und kennen zu lernen, verwendet Jossy die Elemente Feuer, Erde, Metall, Wasser und Holz. Arabische Pferde lassen sich demnach eher als Feuerpferde beschreiben, Erdgeprägte Pferde sind typische „Farmhorses“. Barockpferde sind dem Element Metall sehr nahe, Warmblüter und Englische Vollblüter sind Wasserpferde und Isländer lassen sich dem Element Holz gut zuordnen.

Jossy warnt wie bei allen Diagrammen zu sehr in Kategorien oder Schubladen zu denken. Barockeigenschaften ließen sich auch beim Isländer entdecken und ein Kaltblut könne über eine gute Koordination verfügen. Uns Reitern sollen diese Elemente lediglich als Anhaltspunkte helfen eine gute Formulierung über unseren vierbeinigen Freund zu treffen.

So wird „Holz“ ein milder Charakter attestiert, Feuer steht für Intelligenz und Metall für Vertrauen. Ein gutes Pferd, so Jossy vereine alle Elemente in sich.

Schon mal eine fette Abfuhr kassiert?

Ein großer Boom ist derzeit die „Freiarbeit“ mit dem Pferd. Aber wie frei ist das Pferd dabei tatsächlich? Keine Verbindung über Halfter oder Kappzaum bedeutet nicht, dass wir nicht doch etwas Druck – maßgeblich durch unsere hohe Erwartungshaltung auf das Pferd ausüben.

Jossys Freiarbeit ist tatsächlich eine spannende Herausforderung. Für den Menschen lautet die Aufgabe: Im Hier und Jetzt sein.

So war es für mich auch eine sehr spannende und lehrreiche Erfahrung mit meiner Stute Tabby mal in der Freiarbeit ihre Antworten sehr deutlich zu erhalten. Bei mir sein? Ja, sehr gerne! Von mir im Gesicht angefasst werden? Nein! Aufsteigen aufs „nackte“ Pferd ohne Sattel und Zaumzeug? Nur wenn sie möchte, ich darf es nicht einfordern.

Wer wirklich eine ehrliche Antwort von seinem Pferd haben möchte, sollte sich einmal in Jossys so genannten „Meetings“ mit dem Pferd versuchen. Dabei können dem Pferd Vorschläge gemacht werden – beispielsweise gemeinsame Freude an der Bewegung. Doch Vorsicht: Wenn der Reiter am Boden nicht wirklich Spaß an der Bewegung hat, dann wird sich das Pferd nicht zum gemeinsamen Tanz animieren lassen. Jeder Vorschlag des Pferdes hat in diesem Raum Platz. Und wenn das Pferd nicht von der Idee seines Menschen begeistert ist, dann hat das auch Platz und Berechtigung.

Wie oft nehmen wir uns tatsächlich Zeit, einfach mit unseren Pferden zu sein und ihren Ideen zu lauschen? Seit meinem ersten Meeting mit Jossy und Tabby ist nun einige Zeit vergangen. Was sich seitdem verändert hat? Wenn Tabby „nein“ sagt, dann hat das meist einen tieferen Grund.
Kurz nach meiner Reise nach Italien legte Tabby ein sonderbares Verhalten an den Tag. Sie kam zwar zu mir, wenn ich sie von der Weide holen wollte, weigerte sich jedoch mitzukommen. Zwei Tage später war klar warum: Es hatte sich ein Abszess im Huf gebildet, der zum Glück Dank Leinsamen-Patschen und Aromatherapie-Patschen schon wieder auf dem Weg der Besserung ist.

Wir verlangen so viel von unseren Pferden, da vergessen wir leicht ihre kleinen Nachrichten zu hören. Nach den ersten Meetings, gemeinsam mit Jossy habe ich mir öfter Zeit genommen, einfach mal bei meinen Pferden am Trail zu sein und sie zu beobachten. Tabby war oft sofort bei mir und prustete mit ihren Nüstern sanft in mein Gesicht. Was man über meine rote Dame wissen muss: Freundin Pina ist ihr ein und alles, daher hat es mich einige Male von Herzen gerührt, wenn Tabby aus weiter Entfernung sogar zu mir galoppierte. An einem Tag stand ich mit einer Freundin am Eingang des Paddock-Trail und versuchte aus der Entfernung die einzelnen Pferde zu erraten. Auf meinen Ruf reagierte Tabby sofort, sie reckte den Kopf in unsere Richtung und kam sofort angaloppiert. Ich war wirklich gerührt, denn oftmals war sie zwar auch zur Begrüßung zu mir gekommen, hatte mich sogar den ganzen Trail nach oben zum Stall begleitet. Manchmal jedoch war sie dann einfach umgekehrt und zu Pina zurück gelaufen.

Ja, beim Erzählen dieser Geschichte gab es schon das eine oder andere Argument in die Richtung: „Aber wenn du das Pferd nicht am Halfter von der Weide holst, dann ist ja klar, dass sie davon läuft“. Oder: „So wird sie sich das angewöhnen“!

Nein. Hat sie nicht. Im Gegenteil: ich habe meinem Pferd mehr Gehör geschenkt. Ich akzeptiere gewisse Dinge, die Tabby nicht gut findet und auch nicht gut finden muss. Ich selbst bin kein großer Freund von spontanten Umarmungen – und wehe jemand fasst mir an den Kopf. In dieser Hinsicht sind wir uns sehr ähnlich.

Zurück zu den Beziehungsproblemen oder:

Das gute an vielen Problemen

Was uns bislang an Jossy Reynvoets Kursen auch begeistert hat? Eine positive Einstellung gekoppelt mit ständiger Motivation für unsere Arbeit. Während einige beim Finden und Lösen von Problemen in Verzweiflung verfallen, sieht Jossy stets das Positive:

„…so we have to solve a Problem. The more difficult it is, the more possibilities you have to solve the problem“.

Kommt in der Ausbildung ein Problem auf uns zu, gibt es also möglicherweise mehrere Wege, die Sache zu lösen.
Jossys Ausbildungsweg lässt sich als Waage darstellen, deren zwei Arme Respekt und Sympathie in ständiger Balance sein sollen.

Während man Respekt durch Kommunikation und Konzentrationgewinnt, arbeitet man an Sympathie durch Verbindung mit seinem Pferd und indem man eine „Wohlfühl“-Atmosphäre für sein Pferd schafft.

„Expect nothing, repeat much and reward as much as possible“
Jossy Reynvoet

Jossy Renyovet kommt übrigens Ende Oktober für einen Wochenendkurs zu uns nach Hart bei Graz auf den Sonnenhof. Wer die feine Kommunikation meines belgischen Trainerkollegen gerne aus nächster Nähe lernen und fühlen möchte: Unter folgendem Link gibt es alle Infos zum Kurs.

Erwarten wir also wenig, wiederholen wir viel und belohnen wir so viel als möglich – dann Reiten wir Einfach 😉

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Einfach Reiten in bella Italia

Einfach Reiten in bella Italia

Italien im Spätsommer. Die Zeit der Ernte, der Feste gewidmet den Kastanien, Pilzen und Käse in den zahlreichen Dörfern auf dem Land. Sonne, aber Wind, der das „Profumo“ des Landes über die sanften Hügel an der Adria trägt. „Bella Italia“, von Friaul über die Toskana bis in die nördlichen Abruzzen.

Verliebt in Italien

„Der Schöpfer hat Italien nach Entwürfen von Michelangelo gemacht.“

Ja, auf dieser Seite dreht sich alles um Pferde und die Reitkunst. Und ich wiederhole mich bestimmt, wenn ich an dieser Stelle betone, dass Pferde meine größte Leidenschaft sind. Meine zweite große Liebe: Italien. Wenn ich heute durch das Kanaltal heimwärts nach Österreich fahre, dann spüre ich ein bitteres Ziehen in meiner Kehle. Das war schon immer so. Und diese Sehnsucht bringt mich immer wieder zurück – nach Sardinien, wo ich das Glück hatte von Klein an bei sardischen Bekannten jeden Sommer zu verbringen und so auch von Klein an Italienisch zu lernen. Oder die Sehnsucht bringt mich nach Rom, wo ich eine Zeit lang studiert hatte. Oder nach Florenz.

Gutes Essen, guter Wein, schöne Künste und Kultur, La Moda – viele Puzzlesteine, die Italien so liebenswert machen. Ein wichtiger Grund für mich ist aber die Freude der Menschen an schönen Dingen. Eine Sache, die wir uns als Reiter unbedingt zum Vorbild nehmen können. Wie viele Reiter und Pferdefreunde kenne ich, die ein Bild betrachtend zuerst alles Negative aufzählen können? Wie oft gibt es ein großes „Aber“?

Die große Freude an der Schönheit unserer Pferde – auch wenn mal etwas nicht wie „geschmiert“ läuft – die nehme ich mir immer wieder gerne aus Italien mit, vor allem da uns Österreichern das „raunzen“ so gar nicht fremd ist.

Italien – ein Land mit Reitkultur- Geschichte

Wenn man die Geschichte der Reitkunst in einem Stammbaum nachzeichnet, taucht er bei den Wurzeln auf – Frederico Grisone (1505-1570) wird gerne als „Vater der Reitkunst“ bezeichnet.

Im Alter von 27 Jahren gründete er in Neapel die erste Reitakademie und läutete damit die Ära der großen Reitakademien ein. Das Revolutionäre daran war nicht alleine der Inhalt der Pädagogik, sondern das Wie. Wenn wir heute interaktiv via Skype oder Lernplattformen auf dem Datenhighway lernen, dann war es in der Vergangenheit so, dass vor allem adelige Schüler meilenweit auf dem Pferd unterwegs waren, nur um zu einer solchen Akademie zu gelangen.

Es kam zu einer großen Nachfrage an Studienplätzen – und für den Ausbilder ergab sich nun auch die Gelegenheit das Wissen gleich an mehrere Schüler und nicht an einen Auszubildenden weiter zu geben. Grisone hatte vor allem das Werk Xenophons genau studiert- vor allem in Punkto Sitz und Hilfengebung. Schüler von Grisone haben dann später weitere bedeutende Akademien gegründet, beispielsweise Cesare Fiaschi in Ferrara, ein weiterer bedeutender Schüler war Giovanni Pignatelli, bei dem widerum Antoine de Pluvinel Unterricht erhielt und seinerseits die französische Reitkunst vor allem durch seine sanfte Pädagogik prägte.

Stichwort Sanft:

Gerne wird der italienischen Schule nachgesagt, die gewaltsame Unterwerfung des Pferdes forciert zu haben.

„Dass Grisone die grausamsten Strafen kannte und beschrieb heißt nicht, dass er selbst alle von ihnen und schon gar nicht ständig anwendete. In einigen Passagen distanziert er sich sogar ausdrücklich von einigen Methoden“. (Aus: „Du entscheidest“ von Christin Krischke).

Wir können nicht mehr in die Vergangenheit reisen, um uns direkt vor Ort ein Bild zu machen. Ich denke es ist sehr schwer alte Schriften genau zu entziffern, der Gebrauch der Sprache war gänzlich anders als heute, auch wurde allüberall nur das Wichtigste aufgeschrieben, Selbstverständlichkeiten blieben häufig auf der Strecke.

Was jedoch unbestritten bleibt ist der Grundstein für die vielen Reitakademien, die nun in ganz Europa ihre Pforten öffneten.

Und das moderne Ausbildungssystem heute?

Heute brauchen wir nicht tausende Kilometer im Sattel überwinden, bevor wir als Eleve eine Ausbildung an den Reitakademien beginnen (Was jedenfalls für das Gefühl des Reiters und den Sitz nicht schlecht wäre). Heute lernen wir interaktiv im Internet, besuchen Kurse und laden mobile Trainer zu uns direkt auf den Hof ein.

Weil Trainer der Akademischen Reitkunst in Italien heute nicht mehr allzu leicht zu finden sind, hat Pia Müller-Romano daher auch zuerst mal per Videokurs gelernt. Durch die Videos von Bent Branderup wurde das Interesse immer größer und so verabredeten wir uns Anfang des Jahres für einen Austausch im September.

Auf meiner Reise in den Süden konnte ich meiner Lieblingsstadt Florenz einen ausgiebigen Besuch abstatten. In Cortona (Hier wurde der Film „Unter der Sonne der Toskana“ gedreht) entdeckte ich nicht nur eine wunderbare Altstadt sondern auch Skurriles (Ist dem Tourist der Hügel zu hoch, benutzt er einfach eine Outdoor-Rolltreppe, um ins Centro Storico zu gelangen).

Fünf Tage lang haben Pia und ich dann bei ihr am Hof mit zwei ihrer Pferde gearbeitet. Pia ist Physiotherapeutin für Pferde und bietet in den nördlichen Abruzzen wunderschön geführte Ausritte (nicht für Anfänger geeignet) an.

Reiter können dabei ein unbeschreibliches Panorama genießen. Damit die Pferde gesund bleiben ist Pia aber auch eine ausreichende Gymnastizierung wichtig. Ich war sehr begeistert von Pias Grundlagen in der Bodenarbeit, die sie ausschließlich durch Lehrvideos erarbeitet hatte.

So hatten wir eine schöne Basis, wobei wir Gefühl und Hilfengebung verfeinern konnten. Pias Feedback zu unserer Gemeinsamen Woche:

Das schönste an dieser Woche war für mich diese ungezwungene Atmosphäre. Es war alles echt. Ich hatte nicht das Gefühl irgendwie unter Druck zu stehen, weder zeitlich noch inhaltlich. So konnte ich mich voll auf das jeweilige Pferd konzentrieren!

Viva, der spanische Jungspund sollte vor allem ein Gefühl dafür bekommen, wie ihr Körper funktioniert.. Kleine, genaue Mini-Aufgaben, die aber meiner Meinung nach, zum Großen Ganzen führen werden. Dem Pferd hat es sofort geholfen mental bei uns zu bleiben, was für Viva wahrscheinlich die größte Aufgabe ist. Die Übungseinheiten haben mir sehr gut gezeigt, wo wir gerade in ihrer Ausbildung stehen und was jetzt, aktuell für das Pferd das Wichtigste ist.

Klio, das für die Reitkunst eher unvorteilhaft gebaute, und mittlerweile in die Jahre gekommene Vollblut hat ein Programm bekommen, was sich innerhalb weniger Tage wirklich sichtbar auf seine eigentlich schlechte Oberlinie ausgewirkt hat. Die genaue Abfolge der Seitengänge an der Hand haben sofort muskuläre Ergebnisse gebracht, auch an der Hinterhand. Das hat mich wirklich überrascht. Auch konnten wir offensichtlich eine Blockade lösen, da er am zweiten Tag viel deutlicher abgekaut hat.

Der Unterricht war die ganze Zeit über toll aufgebaut. Ein Teil passte immer zum nächsten, so dass am Ende mein eigenes Übungsprogramm dabei raus kam. Die vielen bildlichen Brücken helfen beim Verständnis und bleiben so auch im Kopf.

Für mich selbst ist das Bild des „verrosteten Robotors“ am wichtigsten gewesen. Dies hilft mir meine manchmal für das Pferd zu schnellen eigenen Manöver abzubremsen und somit mehr Ruhe in die Abläufe zu bekommen.

Ich hoffe sehr, dass Deine Italien-Liebe Dich nochmal zur Casa Norina bringt!! Feedback von Pia Müller-Romano

 

Pias Angebot für Ausreiter gilt übrigens noch bis November, ansonsten sind die Touren zwischen März und Juni, sowie September bis November buchbar.

Wer mitreiten möchte, sollte unbedingt ausreichend Erfahrung mitbringen. Pias Touren sind kein 20-Minütiger Ausritt, es kann dabei schon mal ein 2400 Meter hoher Gipfel erklettert werden.

Alle Infos findet ihr auf Pias Website.

Wer mit einem kleinen „che bello“ im Herzen reitet, der Reitet Einfach.

Hauptsache: Reiten

Hauptsache: Reiten

Worum geht es beim Reiten? Um Zeit schön zu verbringen. Dies sollte aber sowohl für den Reiter, als auch für das Pferd gelten! Und zwar ohne Kompromisse!

Der Mensch, der auszog um Reiter zu werden

1986 ist es wohl passiert. Damals wurde ich von einem heftigen Virus befallen. Die Diagnose: Pferd. Ich träumte von Pferden, von sanften Fellnasen, vom Gefühl einem Pferd die Mähne zu kraulen. Kinder-Mädchen-Kitsch würde man heute sagen. Vielleicht brauchen wir aber alle noch ein bisschen von diesem „Glitzer“ wenn es um das Zusammensein mit dem Pferd geht.

Auf seinen Seminaren erinnert uns Bent Branderup immer wieder daran, dass es nur um eines geht – um Zeit schön mit seinem Pferd zu verbringen. Zeit kann aber nicht einfach irgendwie verbracht werden. Da gibt es doch immer was zu tun und schließlich hat man das Pferd ja für die Ausübung seines Hobbys gekauft, oder nicht?

Anfang Mai war ich beim Pfernetzt Event in Fulda. Ein toller Event, daran denke ich immer wieder gerne zurück. Während ich in Deutschland genetzwerkt habe, hat sich meine Stute Pina auf der Koppel so richtig ausgetobt. Die Weiden wurden abends geöffnet und es ging so richtig rund.

Freunde aus dem Stall haben Pina beim Galoppieren und Buckeln gefilmt. Ich habe mich bei diesem Anblick riesig über die gewonnene Bewegungskompetenz und vor allem Freude von Pina gefreut. Pina hat einen Beckenschiefstand, einige Wirbel am Schweif sind schief zusammengewachsen. Ursache dafür ist wohl ein Unfall, den sich Pina in jungen Pferdejahren zugezogen hat. Ihr Handicap bedeutet eine besonnene und wohl überlegte Herangehensweise in der Ausbildung.

Hummeln sollten rein physikalisch nicht fliegen können. Und Pina laut Tierarzt eigentlich nicht versammeln. Doch sie kann. Und wie.

Zurück zu jenem Wochenende Anfang Mai. Pina tobend mit ihren besten Freundinnen Tabby und Beti. Irgendwann im wilden Bockspringen ist es wohl passiert und Pina ist auf der Koppel ausgerutscht. Für viele Pferde kein Problem, für Pina, die sehr flexibel und überbeweglich in der Wirbelsäule ist war es dann doch eine große Sache. Nach zwei Wochen und mehreren Diagnosen, wobei Pina auf beiden Hinterbeinen stark lahmte, stand dann fest: Ischias eingeklemmt, Nerv beleidigt. Schmerzmittel, Ruhe und schonender Wiederaufbau, der Pina mental viel zu langsam ging.

Hat es mich in der Zeit gestört, nicht zu reiten? Ja klar, ich bin so gerne mit Pina zusammen und ich fühle so gerne ihre Bewegungen unter mir. Natürlich habe ich sie vermisst, aber es geht nicht immer ums Reiten.

Anfang August haben wir wieder ein wenig Arbeit in den Sattel mitgenommen. Pina schien motiviert, Pausen quittiert sie mit depressiven Verstimmungen. Aber es wäre auch nicht typisch Pina, wenn sie nicht wieder ein wenig über ihre Grenze ginge. Die Folge war sofort spürbar. Der Rücken war empfindlich. Lahm war Pina hier zwar nicht, aber es war mir erneut eine Lehre nicht ganz auf Pinas „Tatendrang“ zu hören und einen Weg zu finden, der Pina ausreichend schonte, gleichzeitig aber mental für die notwendige Zufriedenheit sorgen konnte.

Was für ein Glück, dass es in der Akademischen Reitkunst eine solche Bandbreite an Möglichkeiten gibt, mit dem Pferd vom Boden aus zu arbeiten.

Abgesehen von einer schonenden Gymnastizierung ist es für mich aktuell eine Herausforderung, Pina nicht zu langweilen. Im Gegenteil: Auf unserem Stundenplan steht Begeisterung!

Warum man sich als Mensch nur auf dem Pferd begeistern kann, kann ich nur sehr schwer nachvollziehen.

Muss es denn immer Reiten sein?

In der Ausbildung meiner Pferde gab es immer wieder Phasen, die uns aus mentalen oder physischen Tatsachen aufn den Boden der Tatsachen geholt haben.

Heute passiert es mir, dass ich mich manchmal mit diesem Boden der Tatsachen unbeliebt mache. Dann, wenn ich den Finger in die Wunde lege und nachfrage, warum denn ein Pferd ausschließlich vom Sattel „wieder aufgebaut“ werden müsse.

Immer wieder lerne ich in meiner täglichen Arbeit Pferde kennen, die sichtlich Mühe haben korrekt eine Kreislinie zu laufen, oder sich generell korrekt zu bewegen.

Trageerschöpfung ist nicht in aller Munde, sie ist auf vielen Rücken. Und hat längst nicht nur mit dem Rücken zu tun oder wirkt sich nicht nur auf den Pferderücken aus.

Ja, manchmal mache ich mich unbeliebt. Ja, ich bin sehr gerne für meine Schüler da und versuche auch manchmal Herzenswünsche zu erfüllen. Aber meine Verpflichtung bezieht sich doch nicht nur auf den zweibeinigen Schüler.

Auf der anderen Seite beobachte ich auch viele Menschen, die vielleicht zu wenig reiten – oder anders gesagt – das Pferd zu wenig bewegen. Das ist auch ein wahrnehmbares Phänomen, dem dieser Beitrag allerdings nicht gewidmet ist. Da im Internet aber gerne verschiedene Sichtweisen diskutiert werden, wollte ich diesen Aspekt nicht unberücksichtigt lassen.

Natürlich reite ich meine Pferde gerne. Natürlich verbringe ich wahnsinnig gerne Zeit im Sattel. Natürlich war das auch einer der Gründe, warum mich wohl das Pferdevirus gepackt hat. Aber sicherlich nicht der einzige.

Reiter und Spaziergänger

Dass man das Pferd reiten kann ist aber oft das wichtigste Prinzip in der Pferdebehandlung. Ich hatte mal eine Diskussion mit meinem Tierarzt bezüglich meiner Fuchsstute Tabby. Sie war „fühlig“ und daher nicht ganz taktklar. „Da müssen Eisen rauf“ meinte der Tierarzt. Ich protestierte und wir diskutierten sämtliche Pro und Contras. Mein Tierarzt war völlig überrascht zu hören, dass es mir in diesem Augenblick ja nicht wichtig war, sofort und morgen wieder in den Sattel zu steigen.

Letztlich haben wir damals die Hufbearbeitung optimiert. Tabby war seitdem keinen Tag mehr lahm und hat auch nie wieder Probleme in Punkto „Fühligkeit“ gehabt. Unser Paddock Trail ist quasi wirklich der „Härtetest“ für Pferdehufe, da es auch ein paar steinige Stellen gibt. Tabby hatte damit niemals ein Problem. Und die vier Wochen, die ich damals nicht im Sattel verbracht hatte, die rufe ich mir heute immer wieder mal gerne in Erinnerung, denn die hatten wir schön gestaltet.

Es geht also nicht immer ums Reiten. Manchmal muss man für eine gewisse Zeit absteigen. Wir wollen ja auch möglichst lange eine gute Zeit mit unserem Pferd verbringen. Und dafür lohnt es sich, manchmal auch zum „Spaziergänger“ zu werden.

Akademische Reitkunst in Namibia

Akademische Reitkunst in Namibia

Was braucht man eigentlich für die Akademische Reitkunst? Das ist eine häufig gestellte Frage von interessierten Schülern. Nicht viel – Engagement, Wissbegiederde, Motivation von Pferd und Mensch und dann kann es schon losgehen. Auch in Namibia.

Christiane Köhler von Schmidt betreibt mit ihrer Familie in Namibia die Farm „Gross Osombahe“ – die Distanz zu Europa, dort wo es sich quasi „abspielt“ war für sie in Punkto Reitkunst kein Hindernis. Daher hat sie sich auch Verstärkung aus Österreich importiert – genauer gesagt – eine meiner liebsten Kolleginnen, wenn es ums Fachsimpeln und Tüfteln geht – Silke Linhart.

Wie kam die Akademische Reitkunst nach Namibia?

Christiane: Ich habe meine Friesenstute Lolo hier ganz konventionell in Beritt gegeben um sie, nach einer längeren Pause wegen meiner Schwangerschaft, wieder an den Reiter zu gewöhnen. Leider kam sie von diesem Beritt völlig unglücklich zurück. Sie war unwillig und dem Reiten gänzlich abgeneigt, sodass ich einfach nicht mehr weiter wusste. Restlos verzweifelt habe ich per Anzeige im Internet nach einem Reitlehrer, der uns weiterhelfen könne, gesucht, um mein Pferd bei der Arbeit wieder gut gelaunt und motiviert zu erleben. Daraufhin meldete sich eine Reitlehrerin, die an die Akademische Reitkunst angelehnt unterrichtete. Mit ihr konnte ich schon einige gute Fortschritte erzielen. Kurze Zeit später kam Ronja Ebbers als Praktikantin zu uns und brachte den Stein endgültig ins Rollen.

Mit welchen Pferden arbeitest du nun?

Christiane: Es mag erstaunlich sein, aber in Namibia beziehungsweise Südafrika erfreuen sich Friesen einer relativ großen Beliebtheit. So habe auch ich mir zu Beginn meiner Zeit hier gleich zwei davon zugelegt. Meine Stute Lolo kam als erste und später kam noch mein Friesenhengst Odin dazu. Die übrigen 18 Pferde, die bei mir auf der Farm leben, sind jedoch sogenannte „Namibische Farmpferde“. Diese „Rasse“ ist hier sehr häufig und entstand aus diversen importierten europäischen Pferden. Die meisten Pferde in Namibia leben mehr oder weniger wild. Unsere Pferde laufen beispielsweise auf 300 ha großen Weiden frei umher. Unsere Farm bietet insgesamt ein 10 000 ha großes Areal für die Pferde und zum Ausreiten. Durch diese naturnahe Lebensweise sind Farmpferde besonders robust und bewegungstalentiert, was aber nicht heißt, dass wir nicht auch viele Probleme beim Reiten zu lösen haben.

Wie kann man sich eine Ausbildung „ab vom Schuss“ vorstellen?

Christiane: Die Arbeit findet natürlich zu einem Teil auf selbständiger Basis statt. Freilich ist man aber auch auf Anleitung von außen angewiesen. Bücher und Videos können schon sehr viel Inspiration liefern, aber glücklicherweise steht mir nun seit ein paar Jahren Silke Linhart, Ritter der Akademischen Reitkunst, in regelmäßigen Abständen, immer über ein paar Wochen, zur Seite. Außerdem ist es in diesem Fall auch ein Vorteil mit vielen verschiedenen Pferden gleichzeitig zu arbeiten, weil man immer unterschiedliche Lösungsansätze suchen muss und dadurch schneller lernt.

Wie kamst du denn überhaupt zu Silke – oder umgekehrt – sie zu dir?

Silke: Christiane hat über eine Facebook Anzeige nach einem Trainer gesucht. Da dachte ich mir: „…coolste Reitweise der Welt, coolster Kontinent der Welt!“ Lass uns das zusammenbringen und es hat geklappt!

Wie sieht eine Zusammenarbeit in der Ferne aus? Was muss sich der Pädagoge hier vornehmen, was der Lernende?

Silke: Zusammenarbeit kann nur funktionieren, wenn die Beziehung stimmt. Das gilt für Reiter und Pferd, aber auch für den Trainer. Wenn das passt, wird schon einmal alles leichter, auch auf große Entfernung. Als Pädagoge gilt es bei der großen Distanz aber darauf zu achten, dass man, ob der vermeintlich kurzen Zeit nicht zu viel in eine Trainingseinheit, in die paar Wochen hineinpackt. Außerdem ist es meiner Meinung nach auch sinnvoll, sich gut zu besprechen was als nächstes zu beachten ist, wenn der Schüler wieder allein ist. Heutzutage tut natürlich auch das Internet sein Übriges. Man kann sich leicht erreichen und über Probleme austauschen und beraten, zumindest wenn gerade die Verbindung steht. Das ist mit Afrika ja nicht immer so leicht…

Christiane: Ist Silke wieder abgereist, wiederhole ich prinzipiell alles was wir erarbeitet haben so lange bis ich das Gefühl habe, es wird zur Routine. Hierbei sind wie gesagt viele Pferde ein Vorteil, aber gleichzeitig auch ein Nachteil, da sich immer wieder unterschiedliche Probleme und Schwierigkeiten auftun. Komme ich einmal gar nicht weiter, suche ich den Kontakt mit Silke und wir beraten uns. Wenn es sich organisatorische einrichten lässt, besuche ich natürlich auch Kurse und Trainer in Europa. Ich bin ja aus Deutschland und dann plane ich meinen Heimaturlaub auch immer entsprechend der AR- Termine in meiner Nähe.

 

Lernt man eigentlich besser, wenn man nicht sofort den Trainer neben sich hat?

Christiane: Das kann ich gar nicht beantworten, da ich es ja nicht anders kenne. In Deutschland, also bevor ich ausgewandert bin, war der Reitunterricht, den ich da konsumiert habe, immer eher ein Drill und ich hielt nie lange durch. Schade eigentlich, dass ich erst in Namibia zur AR gefunden habe. Dafür ist es jetzt aber umso schöner, weil ich Silke ja für mehrere Wochen für mich alleine habe und diese Zeit somit ganz intensiv nutzen kann.

Ihr habt ja auch einen Kurs mit Silke veranstaltet – wie war da die Resonanz? Wie kann man sich die Reiterei in Namibia vorstellen?

Silke: Die Resonanz der teilnehmenden Reiter war durchwegs positiv. Natürlich darf man nicht vergessen, dass in diesem Land ganz andere Strecken zurückgelegt werden müssen. Nicht jeder kann einmal schnell rund 2000 km mit seinem Pferd quer durch die Wüste fahren. Christiane bemüht sich freilich, möglichst viele andere Reiter zu erreichen, aber das gestaltet sich für unsere europäischen Gewohnheiten eben ein bisschen schwieriger. Bedenkt man beispielsweise, dass die Menschen hier ihre nächsten Nachbarn in durchschnittliche 10 km Entfernung besuchen müssen, kann man sich ungefähr vorstellen, was es bedeutete hier Reitunterricht zu geben. Umso mehr freuen wir uns natürlich über die fleißigen Wiederholungstäter, die wir bereits verzeichnen können.

Christiane: Generell ist die Reiterwelt Namibias sehr Turnier- und Erfolgsorientiert. Alternative Ausbildungen jedweder Art haben nur einen geringen Stellenwert. Andere größere Sparten, neben dem Dressur- und Springreiten, sind noch Westernreiten und Endurance, was aufgrund der stark vorherrschenden Rinderarbeit mit den Pferden auch naheliegend ist. Das heißt, neben jenen, die das als Hobby betreiben, gibt es auch sehr viele richtige Arbeitspferde, die aber leider über die Maßen schlecht behandelt und oft bis zum Umfallen geknechtet werden. Ich habe einmal selbst 2 solcher Pferde aufgekauft. Die hatte schreckliche Verletzungen und waren psychisch völlig am Ende. Das hat mich selbst auch extrem belastet. Generell muss man leider sagen, ist der Umgang mit Tieren in diesem Land vorherrschend noch ein sehr brutaler. Die Tiere werden eben einfach ausgebeutet. Dennoch gibt es auch Lichtblicke. Die positive Resonanz auf unsere Kursangebote beispielsweise. Es kommen auch Reiter zu mir auf die Farm, die sich dann das eine oder andere von mir abschauen. Da freue ich mich immer sehr.

Mehr über Christianes „akademische“ Farm in Namibia findet ihr auf ihrer Facebook Seite.

Händchenhalten für Reiter

Händchenhalten für Reiter

Unsere Hand ist einer der wichtigsten Assistenten, wenn es um die Reitkunst geht.

Zum einen übernimmt die Hand die Aufgabe Informationen aufzunehmen, zum anderen muss sie Informationen abgeben können.

Aber wie gut sind wir eigentlich darin, mit der Hand zuzuhören? Und wie fein können wir mit der Hand kommunizieren?

Händchenhalten mit Gefühl

In unserem Alltag reichen wir uns zur Begrüßung die rechte Hand. Das ist nicht nur eine Sache der Höflichkeit, sondern auch ungemein aufschlussreich, wenn wir die Sache „akademisch“ angehen. Ich bin ein praxisnaher Typ, daher lasse ich meine Schüler sehr gerne ganz konkret fühlen, worum es geht.

Wenn wir uns in einem Seminar kennenlernen, dann geben wir uns auch meist zur Begrüßung die Hand. Dies kann man mal ganz bewusst wiederholen – wie stark ist der Händedruck? Wie fest umschließen die Finger die Hand des Gegenübers – und wie fest fühlen wir den Händedruck unseres Partners? Wie fühlt es sich an, wenn wir uns ganz bewußt „lasch“ die Hand geben?

Die Übung kann auch noch weiter ausgebaut werden. Ein Teilnehmer hält den Karabiner der Longe zwischen Daumen und Zeigefinger, eine zweite Person fasst dann die Longe mit der gewohnten Intensität, die an den Tag gelegt wird, wenn mit einem Pferd in der Bodenarbeit mit dem Kappzaum gearbeitet wird. Viele Teilnehmer sind dann über das unmittelbare Feedback erstaunt, wenn ihr Griff als zu fest oder zu weich, zu schwammig oder zu angespannt erscheint. Natürlich kann man auch hier variieren, wie die Longe gehalten wird: Wie fühlt es sich für die Person an, die den Karabiner festhält, wenn die Longe mit dem Daumen nach oben angefasst wird? Gib es einen Unterschied, wenn der Daumen nach unten zeigt? Kann eine Drehung der Hand wahrgenommen werden?

Händchenhalten mit Links

Ich bin Rechtshänder. Daher habe ich in meiner rechten Hand eine deutlich bessere Wahrnehmung. Aber auch zwischen Daumen und Mittelfinger orte ich deutlich mehr Gefühl. Durch die Diagnose Karpaltunnelsyndrom habe ich mich extrem mit der Wahrnehmung durch die Hand – oder anders gesagt – mit dem Fingerspitzengefühl auseinander gesetzt. Seitdem „scanne“ ich in Gedanken das Gefühl in meinen Fingern permanent durch.

Zurück zum Thema: Wie sich die rechte Hand als Rechtshänder anfühlt haben wir erprobt, aber wie geht es der Linken? Der Versuch einen Tag lang alltägliche Dinge wie (Autotür, Haustüre mit links öffnen, mit der linken Hand die Zähne zu putzen. Mit links das Messer führen – oder für Fortgeschrittene – mit Links schreiben und die Schuhe zubinden) anfühlt, kann ganz einfach in einem Experiment erprobt werden. Wird die Bewegungskompetenz mit steigender Übung verbessert? Für Linkshänder gilt natürlich die gleiche Übungsabfolge – natürlich mit Rechts.

Als ich noch sehr intensiv Geige spielte waren meine linke und rechte Hand beinahe gleich gut in Koordination, Griffstärke, Mobilität und Gefühl.

Händchenhalten im Rückwärts und Vorwärts und mit allen Vieren

Wieder eine Partnerübung. Wie fühlt es sich an, wenn wir jemand rückwärts laufend führen. Wieder hält eine Person die Longe (nimmt also die Position des Pferdes ein), die zweite Person führt nun den Partner rückwärts laufend, gleichsam der Bodenarbeitsposition. Kann die geführte Person die Händigkeit des Führenden ausmachen? Gerade das Rückwärts ist für viele Menschen eine ungewohnte Position – fühlt die geführte Person Ungleichmässigkeiten im Takt? Wird der Griff auf der Longe fester? Und wie fühlt sich die Verbindung im vorwärts an, wenn wir nebeneinander laufen. Gib es einen Unterschied, ob wir nun Hand in Hand nebeneinander laufen oder durch eine Longe verbunden?

Für besonders Fortgeschrittene  eignet sich folgende Übung. Wir brauchen dafür ein Zaumzeug mit vier Zügeln (sehr gerne nehme ich für diese Übung ein Billy Allen Bit mit Shanks).

Eine Person hält das Gebiss mit jeweils Daumen und Zeigefinger und gleichbleibendem Abstand in der Hand. Der Partner hält nun die Zügel – einmal links und rechts je ein Zügelpaar; anschließend werden alle Zügel einhändig gefasst. Wenn der „Reiter“ nun die Hand bewegt und dreht, die Finger öffnet und schließt – wie spürt die Person diese Bewegungen zwischen den Fingern. Kann die Bewegung eines einzelnen Fingers des Reiters ausgemacht werden? Der Fantasie sind natürlich keine Grenzen gesetzt. Das unmittelbare Feedback bei diesen Übungen macht sie so spannend.

Und wer die Kombi mag: wie fühlen sich alle vorangegangen Übungen an, nachdem man ein wenig Handgymnastik gemacht hat? Beispielsweise solche Übungen?

Lernen wir unsere Hand besser kennen, dann Reiten wir Einfach 😉

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