Augenblicke 2015

Augenblicke 2015

Nur noch wenige Augenblicke für 2015. Ein Wimpernschlag quasi. Kurz bevor das neue Jahr eingeläutet wird, blickt jeder noch einmal kurz zurück. Was hat sich heuer verändert, was wurde alles erlebt. Wer ist gegangen? Wer ist gekommen?

Ich wünsche euch für das Jahr 2016 wundervolle Momente mit euren Lieben – und natürlich mit euren Pferden ;-). Möge euch das Motto, einfach eine gute Zeit mit euren Pferden zu verbringen auch im kommenden Jahr begleiten!

Traditionell lasse ich im letzten Blogbeitrag des Jahres die Bilder von Katharina Gerletz sprechen. An dieser Stelle ein riesiges Dankeschön für die perfekte Fotobegleitung meines Blogs und unserer zahlreichen Kurse!

Die Pferde aus Graz schicken somit allen Freunden der Akademischen Reitkunst ein herzhaftes Prosit Neujahr!!

 

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Frohe Weihnachten

Frohe Weihnachten

Weihnachten naht und es ist Zeit, lieben Menschen Grüße zu schicken!

Die allerbesten Wünsche für friedliche, fröhliche und besinnliche Weihnachtsfeiertage sowie einen guten Rutsch in ein gesundes, glückliches und erfolgreiches Jahr 2016!

Ich bedanke mich bei allen, die mich durch das heurige Blog-Jahr begleitet haben. Durch euer Feedback, eure Themenvorschläge, durch die vielen Rückmeldungen, Fragen und Diskussionen auch auf Facebook fühlt sich die Arbeit für meinen Blog immer sehr lebhaft und voller Energie an.

Persönlich blicke ich auf ein spannendes Jahr zurück und freue mich auf ein neues Jahr, vor allem da ich mich nun gänzlich meinen Schülern – egal ob zwei- oder vierbeinig widmen kann.

Ich hoffe ihr könnt nun erholsame, stille und besinnliche Feiertage im Kreise eurer Liebsten genießen und voller Energie ins neue Jahr starten!

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ERP 017: Bent Branderup: Old Masters are not old fashioned!

ERP 017: Bent Branderup: Old Masters are not old fashioned!

What do Xenophon, Steinbrecht, Newcastle, Pluvinel or de la Guérinière have in common? Why is it so important to study the old masters if you want to use the dressage for the horse and not the horse for dressage?

Bent Branderup, danish master and founder of the Academic Art of Riding, explains why the old masters knew so much about educating horses. Branderup tells us more about his journey to the Academic Art of Riding and how his horse Hugin became his most important guide. What can we learn from the old masters nowadays and why their knowledge will never become obsolete in the education of a schooled horse.

Als MP3 herunterladen (Rechtsklick auf den Link und Speichern Unter):

Einfach Reiten Episode 17 – Interview with Bent Branderup

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Jahresziel erreicht?

Jahresziel erreicht?

Vor einem Jahr habe ich in meinem Blog die Frage gestellt: Schon mal über die Neujahrsvorsätze nachgedacht?  Wir kennen die nicht-pferdischen Vorsätze und Ziele. Aber auch beim Reiten möchten wir etwas erreichen – manchmal definieren wir nur das WAS nicht so genau.

Meine persönliche Bilanz

Ich muss zugeben, ich hatte heuer kein großes oder besonderes Ziel vor Augen. Dass man Lektionen nicht als einzelne Ziele formulieren sollte, das hat mich der Weg zur Akademischen Reitkunst bereits ausführlich gelehrt. Somit gab es für mich heuer auch einen Haufen Überraschungen. Der wichtigste Meilenstein war der Umzug meiner Pferde zum Sonnenhof. Nach langem Überlegen und mehrmaligem „Drüberschlafen“ haben wir im August den Schritt gewagt. Seitdem stehen meine Pferde tagsüber am Paddock Trail und den Wiesen, im Vergleich zu früher sind sie mindestens 12 Stunden lang draußen.

Ich hatte im heurigen Jahr einfach an die Arbeit von 2014 angeknüpft. Was ich gelernt habe? Manchmal kann ich mir sogar noch mehr vornehmen und mehr fordern. Aber lieber wenig richtig, als viel falsch ;-).

Weil es immer heißt – wir müssen etwas für Körper und Geist tun. Das bedeutet nicht unbedingt, dass man hier ein tägliches Workout für den Geist seines Pferdes zusammen stellen muss. Es reicht auf die Bedürfnisse des Pferdes zu achten. Hierbei habe ich meine Bedürfnisse deutlich hinten angestellt, als es um die Entscheidung des Umzugs ging. Und was soll ich sagen: Einige Probleme lösten sich durch den Umzug von selbst. Gerade der Geist von Fuchsstute „Tabby“ war nicht immer einfach zu erreichen. Der rote Drache ist zwar noch immer schön rot, aber eher eine rote Schmusekatze geworden. Von der mentalen Balance war es nicht mehr weit zur körperlichen Balance. Tabby schafft es hier immer mehr wahrzunehmen und zuzuhören. Mit Pina haben wir viel mit Schwungunterschieden gespielt. Ich war völlig überrascht, was wir seit dem Kurs mit Bent im Juli aus dem Schulschritt entwickeln konnten. Ich bin sehr gespannt, wie die Reise für 2016 weitergehen wird.

Wie man Vorsätze planen sollte…

Es geht natürlich immer um die Frage: Was haben wir und was wollen wir? Auch bei der Formulierung von künftigen Zielen ist daher zuerst mal eine „Bestandsanalyse“ zu formulieren. Was kann mein Pferd besonders gut, was kann ich als Reiter besonders gut. Und welche Inhalte sollen künftig erreicht werden?

Das Erreichen von Zielen fängt bereits bei der Formulierung an. Daher sind Neujahrsvorsätze ja an sich nichts schlechtes. Eines meiner Lieblingszitate von Bent Branderup aus seinen Theorievorträgen lautet:

„Die Menschen wissen nicht, was sie wollen, aber sie wollen es jetzt“.

Es lohnt sich durchaus nach der Formulierung seiner Wünsche und Ziele zahlreiche Fragen zu formulieren. Wer den Weg kennt und plant, weiß wie er sein Ziel erreichen kann. Und eines sei in der Reiterei auch gesagt: Umwege bitte einplanen, denn meist stellt das Pferd auch noch ein paar Fragen an den Reiter, die es ausführlich zu beantworten gilt.

Formulierungen verfasst man am allerbesten schriftlich. Ich habe einen Haufen an Listen für alles mögliche. Wenn ich später einen Blick drauf werfe, bin ich oft überrascht, was ich mir alles vorgenommen hatte und wie viel ich davon geschafft habe. Wer sich reiterliche Ziele setzt, sollte sich allerdings nicht nur auf Worthülsen beschränken: Es hilft tatsächlich ungemein, seine Wünsche in ganzen Sätzen zu formulieren, um auch den Weg beschreibbar zu machen. Somit lassen sich auch technische Details festhalten. Mangelnde oder Nutzbare Fertigkeiten werden zu Papier gebracht deutlich sichtbar.

Und das Gefühl?

..und bei der Rückschau auf sein Gefühl hören muss!

Das Gefühl hat immer recht. Immer. Selbst wenn eine Lektion technisch gut aussieht. Wenn man kein gutes Gefühl dabei hat, dann stimmt auch was nicht. Eine liebe Freundin hat einmal die Hektik des Berufs relativiert. „Es geht um nichts“, hat sie gesagt. Und aufs Reiten umgemünzt heisst das tatsächlich: Es geht ja wirklich um nichts. Wir haben den Luxus Zeit mit unseren Pferden schön zu verbringen. Ob wir auf der Koppel sitzen und sie beobachten, oder im Gleichklang eine gemeinsame Bewegung finden. Harmonie ist die Abwesenheit jeglichen Widerstandes. Harmonie lässt sich als Gefühl von NICHTS beschreiben. Harmonie ist Subjektiv. Noch besser wenn aus Harmonie das Gefühl von Glück wird. Wir sollten uns also auch 2016 keinen Stress mit den Pferden machen. Niemand außer uns selbst gibt uns Ziele vor. Wir können uns an Vorbildern orientieren, wenn wir uns allerdings unter Druck setzen, dann ist das hausgemacht. Es geht um nichts ;-).

Wenn es schief läuft? Dann kann auch der Soll und Haben Vergleich auf vier Ebenen helfen. Lag es an meinem Geist? Oder hat mein Pferd die Aufgabe nicht verstanden? Warum sagte mein Pferd ja, oder nein dazu? Gib es ein körperliches Problem? Bin ich mir über die körperlichen Schwächen und Stärken meines Pferdes im Klaren?

Was ich 2016 vorhabe?

Mein Vorsatz für das kommende Jahr: Technisch: Ich möchte heuer „Hankenbiegung“ als roten Faden noch deutlicher verankern. Ob das jetzt das Forschen und Tüfteln anbelangt, oder beim Sein mit meinen Pferden. Und in Punkto „Schulung zweier Geister“: ich möchte mich bemühen täglich aufrichtig und ehrlich zu meinen Pferden zu sein. Auch wenn ich vor lauter Konzentration mal wieder echte Freude hinten anstelle. Die muss noch deutlicher raus 🙂

Und natürlich stehen einige Kurse als Referentin, Blogbeiträge, Artikel, Unterricht und vieles mehr am Program.

In diesem Sinne ist es ungemein wichtig nicht nur zu formulieren, was man MIT dem Pferd erreichen möchte, sondern worin man SICH SELBST verbessern möchte! Schließlich haben wir die Pflicht als Ausbilder unserer Pferde am härtesten an uns selbst zu arbeiten!

Viel Spaß bei der Formulierung eurer Reiterlichen Ziele für 2016! Ich würde mich an dieser Stelle freuen, von euch zu erfahren, was die Ziele für 2015 waren – was geklappt hat und wenn nicht, woran es denn lag? Und vielleicht habt ihr ja auch schon eine Formulierung für 2016?

Wenn wir wissen, was wir wollen, dann Reiten wir Einfach 🙂

Kleine Helfer

Kleine Helfer

Dicke Luft im Stall? Damit ist jetzt nicht die zwischenmenschliche Ebene gemeint. Wenn in der Winterzeit die Fenster in den Stallungen geschlossen werden, damit die Tränker nicht einfrieren, kann es ganz schön „intensiv“ in Punkto Luft werden.
Oder auch nicht. Petra Wenzel aus Deutschland setzt hier auf „Kleine Helfer“.

Was sind Effektive Mikroorganismen (EM)? 

Petra: Die Effektiven Mikroorganismen (EM) sind eine spezielle Kombination verschiedener Kulturen von natürlich (in der Natur) vorkommenden Mikroorganismen, die regenerative Prozesse unterstützen und somit fäulnisbildende/ krankheitserregende Prozesse unterdrücken können. Sie sind nicht gentechnisch verändert.
Diese flüssige, braune und säuerlich riechende Multimikrobenmischung besteht hauptsächlich aus Milchsäure- und Photosynthesebakterien, Hefen und fermentaktiven Pilzen. Diese kennen wir aus der Herstellung von Lebensmitteln wie Sauerkraut, Bier, Joghurt, Wein oder Käse.
Die “Urlösung” wurde vor 30 Jahren auf der Insel Okinawa (Japan) von dem japanischen Agrarwissenschaftler Pfrof. Higa als Bodenhilfsstoff für die Landwirschaft entwickelt. Ziel sollte es sein, den Boden und die Pflanzen mit aufbauenden Bakterien zu besiedeln, um fäulnis- und krankheitseregende Mikrorganismen zu verdrängen. Er konstatierte, dass durch den Einsatz starke, regenerative/aufbauende Kräfte im Boden erzeugt wurden und somit wuchsen dort kräftige Pflanzen, die einen größeren Ernteertrag erbrachten, ohne den Einsatz von chemischen Düngemitteln.
Bald stellte sich heraus, dass der Einsatz von EM auch im Haushalt, und bei der Gesundheit Tieren und Menschen zu erstaunlichen positiven Veränderungen führen kann.

Was bewirken also Effektive Mikroorganismen genau? 

  • EM schaffen ein mikrobielles Gleichgewicht, weil die erwünschten Mikroben wieder die Oberhand gewinnen und mögliche pathogene (krankmachende) Keime reduziert werden.
  • EM beschleunigen die Umsetzung organischer Materialien und verhindern Fäulnis.
  • EM beleben den Boden und erhöhen die Aktivität der Bodenlebewesen.
  • EM verringern die Keimdauer und fördern die Wurzelbildung.
  • EM reinigen Wasser.
  • EM reduzieren umweltrelevante Schadgase und beseitigen schlechte Gerüche.

Und was können die EM fürs Pferd tun? Wo kann man EM fürs Pferd zum Einsatz bringen? 

Im Pferdebereich hat sich der Einsatz von EM bewährt. Ursache dafür ist, dass bei Pferden die Verdauung ein sensibler und wichtiger Faktor für die Gesamtverfassung und Gesundheit ist. Durch die heutige Pferdehaltung hat sich allerdings das Fressverhalten und auch das Nahrungsangebot deutlich verändert. Natürliches Futter wird immer nährstoffärmer, wichtige Kräuter fehlen oft gänzlich auf den Weiden. Das Immunsystem des Pferdes befindet sich mit einem Anteil von 70 % im Darm und ist damit ausschlaggebend für die Gesundheit und Lebenskraft des Pferdes. EM kann das Milieu im Verdauungstrakt positiv verändern und verbessern.

Somit wirken sich EM beim Pferd in den nachfolgenden Bereichen positiv aus:

a) auf den Darm: der Verdauungsapparat sollte gut funktionieren. Der Darm hat wie beim Menschen oberste Priorität. Bis zu 70% resultiert die Gesundheit bei Pferd aus einer intakten Darmflora.

b) gegen Fliegen: diese Plagegeister werden von den Ausdünstungen der Pferde angezogen. „Wo Fäulnis ist, da sind auch Fliegen“.

c) gegen Hautpilze: diese Parasiten besiedeln die Haut des Pferdes aus dem Grund, der auch die Fliege anlockt: der Darm ist nicht in Ordnung.

d) gegen ein schwach ausgebildetes Hufhorn: die gestörte Darmflora ist nicht in der Lage, die benötigten Aufbaustoffe auszubilden.

e) für gesundes Futter: denn minderwertiges Futter, verursacht Koliken, die auch tödlich enden können.

Ohne Staub ist zudem vieles angenehmer im Stall: Einstreu aus Heu, Stroh oder Sägemehl verursacht Staub. Die großen Nüstern der Pferde atmen so bei der Futteraufnahme von Heu/Stroh viele Staubpartikel ein. Diese legen sich auf die Atemwege. Wenn zusätzlich noch Pilzsporen im Heu oder Silage dazu kommen, kann dies zu ernsten Erkrankungen der Atemwege führen.

Durch die Kombination von Fütterung, Wasseraufbereitung, Fellpflege und Stallhygiene verändern und verbessern Effektive Mikroorganismen nachhaltig das Milieu im Verdauungstrakt, auf der Haut und in der Umgebung des Pferdes.

Welche Arten von EM gibt es und woher beziehe ich diese?

  • EM-Grundlösung
  • EMa (= EM aktiviert): Wird aus EM1 + Zuckerrohrmelasse + Wasser fermentiert. EMa kann selbst hergestellt werden und ist anzuwenden wie das Ursprungspräparat EM.
  • EM-Keramik-Pipes: Den gebrannten Ton gibt es in Form von unterschiedlichen „Pipes“. Trinkwasser kann optimiert werden, indem in Keramik gebrannte EM in die Tränke von Pferden gelegt werden. Dies kann sich positiv auswirken, da Wasser während des langen Transportweges vom Wasserwerk in die Haushalte an positiver Energie verliert, weil sich die natürliche Form der zusammenhängenden Wassermoleküle ändert. Durch EM wird die ursprüngliche Kettenform der Moleküle im Wasser wieder hergestellt und somit für die Körperzellen nutzbar gemacht.
  • Futter-Bokashi (jap. „Allerlei“ ): Es handelt sich um fermentiertes, organisches Material, wobei sich die Milchsäurebakterien und andere Mikroben vermehren und die Vielfalt der Mikroben produziert eine Fülle an Antioxidantien (Vitamine, Enzyme). Bokashi ist weitgehend vergleichbar mit Silagefutter in der Landwirtschaft oder auch sauer eingelegtem Gemüse, wie z. B. Sauerkraut.

Ich selbst kaufe und verkaufe nur die Original Produkte der Firma Emiko.

Liebe Petra, vielen Dank für das informative Gespräch. 🙂 Mehr über Petras Arbeit und die Effektiven Mikroorganismen gib es auf ihrer Homepage!

 

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