Von Zufällen, Pannen, großen Vätern und Kursen mit Bent Branderup

Von Zufällen, Pannen, großen Vätern und Kursen mit Bent Branderup

8 Reiterpaare, 3 Theorie- und 24 praktische Einheiten, aufbereitet für über 60 Zuschauer. Am 5. und 6. Juli 2014 referiert Bent Branderup in Graz über die Akademische Reitkunst. Unsere Grazer Kursorganisatorin Eva holt Bent nun bereits das siebte Jahr  in die Steiermark. Ich habe Eva über ihren Werdegang und ihre persönlichen Kurs-Highlights befragt.

Seit 2007 organisierst du Kurse mit Bent Branderup im Süden Österreichs. Wie kamst du eigentlich selbst zur Akademischen Reitkunst?

Eva: Eigentlich durch einen puren Zufall. Damals hatte ich meinen Warmblutwallach Anton gerade ein Jahr und wir steckten in einer schwierigen Phase. Anton ist recht lang gebaut, hat viel Schub und ging sehr vorhandlastig. Es gelang mir nicht und nicht, ihn zum untertreten zu bewegen. So hatten wir beide Rückenschmerzen und ich wusste nicht recht weiter. Durch Zufall besuchte meine damalige Reitlehrerin einen Branderup Kurs, war begeistert und probierte das System auch an mir aus. Schon nach einem Monat gelang es mir erstmalig, mein Pferd auszusitzen. Ich konnte dann auch bald selber bei einem Kurs zusehen, das war damals in Linz Ebelsberg. Danach hat mein Hirn ziemlich geraucht, aber es war ein Erlebnis, dass mich nie mehr losgelassen hat.

Mit deinem Anton konntest du ja schon einige Prüfungen ablegen – welche Highlights, Pannen oder „Schmankerln“ kannst du von den Kursen berichten?

Eva: Mein größtes Highlight und zugleich meine größte Schmach war wohl das Wochenende meiner Ritterprüfung 2007 in Linz. Anton hat die Ritterprüfung so großartig hingelegt, dass mir jetzt noch fast die Tränen der Dankbarkeit kommen, wenn ich das Video der Prüfung ansehe.  Am nächsten Tag war dann Longenprüfung und die hatte ich im Vorfeld wohl zu sehr auf die leichte Schulter genommen. Es war eine Katastrophe, nichts funktionierte und dementsprechend war auch Bents Kommentar! Nun gut, inzwischen hab ich das auch gelernt. Einer der berührendsten Momente für mich war noch Sabine Oettels Levade Prüfung mit ihrem Altmeister Wembley. Noch nie habe ich solche Verbundenheit zwischen Pferd und Reiter gespürt!

Bei einem Kurs konnte ich vor Begeisterung auch kaum schlafen, weil Bent eine Methode fand, mit der mir mein erster fliegender Galoppwechsel gelang. Das war 2004  Antons und meine größte Schreckenslektion. 2012 konnte ich dann endlich mühelos die Zweierwechsel und habe die Galoppprüfung geschafft, da war ich sehr froh!!

Weniger lachen konnte ich allerdings, als mich Bent einmal nach Antons Abstammung fragte und ich sagte: „Donnerhall“ und er sagte bedrückt: „Oh, leider hat er gar nichts von seinem Vater!“

Verena Kaltenegger

Verena Kaltenhauser auf Sagitario in der Piaffe

Wer sich für die klassische bzw. akademische Reitkunst interessiert, sollte den nächsten Kurs mit Bent Branderup in Graz nicht verpassen – können eigentlich auch Neulinge vorbei schauen?

Eva:  Natürlich sind auch Neueinsteiger in der klassischen, akademischen Reitkunst herzlich Willkommen! Irgendwie muss man ja anfangen. Die Akademische Reitkunst ist schon ein komplexes System, das sich auch jedes Jahr weiter entwickelt und man ist selbst als Reiter sehr gefordert, aber das geht mir heute auch noch so. Meiner Erfahrung nach hört sich aber eh jeder das raus, was für ihn oder sie relevant ist, egal, woran man gerade mit seinem Pferd arbeitet!

Im heurigen Jahr gibt es ja ein Novum – ein Meet and Greet mit dir in der Mittagspause – was passiert da genau?

Eva: Ja, das Meet and Greet ist für alle Teilnehmer offen und soll eine Art Kommunikationsraum in gemütlichem Rahmen beim Mittagessen werden. Man kann sich kennenlernen, sich vernetzen und Fragen stellen – kurz –  das, was die Raucher im Rauchereck immer tun 😉

Der Kurs ist ja für Praxisteilnehmer mit Pferd offen und aber auch für Theorieteilnehmer – welche Reiter Pferdepaare erwarten die Zuschauer?

Eva: Heike nimmt mit ihrem älteren Herrn, dem Shagya Araber El Sid teil. Silke sattelt ihren Kisbér Wallach Lurko, Verena ihren Lusitano Sagitario. Aus dem Burgenland begrüßen wir heuer Petra mit ihrem jungen Spanier Milo. Ich selbst werde mit meinem PRE Idolo und vielleicht auch Warmblüter Anton teilnehmen. Du bist mit Warmblutstute Pina heuer mit dabei. Neu am Start sind diesmal Ruth mit Oldenburger Sato und Miriam mit Warmblutstute Schneewittchen. Ich werde wohl nur Bodenarbeit machen, da ich „kindbedingt“ im letzten Jahr kaum geritten bin und ansonsten spannt sich ein schöner Bogen von der Grundausbildung bis hinein in die hohen Lektionen, sprich Piaffe, Levade und „Konsorten“, es wird sicher spannend.

Diesmal nehmen also zwei Reiter erstmalig an einem Kurs teil – kannst du dich noch an deinen ersten Kurs mit Bent erinnern? Warst du da nervös?

Eva: Saunervös, klar! Ich hab auch den ganzen Kurs nicht mehr herausgebracht als „Grüß Gott“ und „Auf Wiedersehen“!

Was war denn dein größtes AHA-Erlebnis auf einem Kurs mit Bent?

Eva: Das war, als ich das dritte Mal bei einem Kurs zugesehen habe. Damals verstand ich, dass nicht das Nachgeben auf das Lösen am inneren Zügel der Clou ist, sondern das Heranlassen an den äußeren Zügel der Weg zum schwingenden Rücken ist. Und das begegnet mir seither in jeder neuen Lektion wieder. Wenn ich dann vor lauter „Gier“ auf die Lektion vergesse, auf die Dehnungsbereitschaft zu achten, komme ich keinen Millimeter weiter! Ein Aha Erlebnis fürs ganze Leben quasi!

Schulhlalt - Silke Linhart

Silke und Lurko in der Schulparade


Am Sonntag gibt es das „Wort zum Sonntag“ von Bent – was können sich Teilnehmer, die zum ersten Mal mit dabei sind, darunter vorstellen?

Eva: Das ist eigentlich keine vierte Theorieeinheit im engeren Sinn. Die Theorieeinheiten sind ja folgendermaßen aufgebaut: Samstagvormittag stehen die Grundlagen der Akademischen Reitkunst am Programm, Samstag Nachmittag  folgt die Vertiefung der Grundlagen anhand des Praxisteils vom Vormittag bzw. höhere Lektionen, Sonntag Vormittag stehen Pädagogik und Psychologie im Training mit dem Pferd im Mittelpunkt. Das „Wort zum Sonntag“ ist immer der Abschluss des Kurses, hier lässt uns Bent an einem sehr persönlichen und philosophischen Exkurs über die Reiterei aus seiner Sicht teilhaben. Er überlegt, warum man eigentlich reiten will, versucht, jene besonderen Momente in Worte zu fassen, die die Magie der Pferde ausmachen und uns nicht mehr los lassen und erklärt uns seinen Zugang, “ Patience and Passion“, Geduld und Leidenschaft, als  tägliche neue Herausforderung und Erfüllung. Für mich persönlich immer einer der schönsten Momente des Kurses!  

An dieser Stelle möchte ich Eva nicht nur für die Beantwortung meiner Fragen danken, sondern auch im Namen alle langjährigen Teilnehmer und Schüler DANKE für die Organisation sagen! 🙂

Warum in der Traversale gilt: Weniger ist mehr!

Warum in der Traversale gilt: Weniger ist mehr!

Sie sehen spektakulär aus und gerade bei Turnierübertragungen setzen manche Frontalaufnahmen Zuseher in Staunen. Die Rede ist vom weiten Kreuzen der Beine in der Traversale. Wird dabei jedoch vom Schwerpunkt weggetreten – da hätten die alten Meister eher geringen Beifall gezollt.

Die Traversale wird analog zum Kruppeherein bzw. der Traversbewegung beschrieben, allerdings bewegt sich hier das Pferd nicht seitlich vorwärts entlang der Bande, sondern seitlich – vorwärts auf der Diagonale.

Die Einleitung des Travers beginnt am besten aus einem Schultervor – ebenso wie im Renvers gilt: Überholt die Kruppe die Schulter, geht dies zu Lasten der Tragkraft, da das Pferd mehr vom Schwerpunkt wegschiebt, als zum Schwerpunkt hin zu fußen. Der „Brownie-Point“ der Versammlung geht somit verloren – erkennbar wird die Fehlerquelle der übermäßigen Schubkraft durch das Starke Kreuzen und Übereilen.

_MG_7599bc_resizeEine zu starke Halsbiegung in Bewegungsrichtung bringt das Pferd ebenso nur auf die innere Schulter. Die Folgen: Das Pferd wird schwer in der Hand, die Pferde fallen, da es an Vorwärts fehlt auf die Schulter. Das bedeutet aber auch, dass die Schultern gerade in der Traversale immer die „Führung“ übernehmen, also vor die Kruppe bzw. Hinterhand gestellt sein müssen.

Zur Überprüfung dieses Ziels hilft folgendes Rezept: Die Vorrichtung der Schulter ist dann korrekt, wenn ein Übergang in ein Schulterherein direkt aus der Traversale zu jedem Zeitpunkt gut möglich ist. Abwechselndes Reiten von Schulterherein und Traversale ist hier generell eine gute Übung, um Balance, Tragkraft und Durchlässigkeit zu fördern.

Gustav Steinbrecht schrieb in seinem „Gymnasium des Pferdes“:

„Die Traversstellung wird dadurch gewonnen, dass der Reiter die Hinterhand seines zuvor im Schulterherein wohl gebogenen Pferdes mit dem äußeren Schenkel nach innen richtet, während die Vorhand auf ihrer Linie erhalten wird.“

Hilfengebung vom Boden aus

Wer das Kruppeherein mit seinem Pferd bereits bei der Bodenarbeit, unabhängig von der Wand beherrscht, kann die Bande allmählich in kleinen Schritten verlassen. Egal ob später dann auf der Diagonale, aus der Mitte, oder einem Zirkel – Kruppeherein auf der Diagonalen wird zur Traversale, auf dem verkleinerten Zirkel geführt nach und nach zur Pirouette.

Hilfengebung vom Sattel aus

Die Traversale wird am leichtesten aus dem Schulterherein oder aus deinem Zirkel heraus eingeleitet, um die Vorhand in Bewegungsrichtung vor die Hinterhand zu führen. Bent Branderup legt hier ein besonderes Augenmerk auf das „zum Schwerpunkt hintreten“:

„Wie bei allen anderen Übungen sehe ich auch in einer Traversale nichts Vorteilhaftes, wenn das Hinterbein nicht zum Schwerpunkt greift, oder gar davon wegschiebt. Auch wenn es ganz hübsch aussehen mag, wenn die Beine weit überkreuzen, so greifen so gehende Pferde am Schwerpunt vorbei“.

Auch Egon von Neindorff schlägt in dieselbe Kerbe: „Besondere Sorgfalt erfordern schließlich die sehr lehrreichen Übergänge von einem Seitengang in den anderen und die so genannten Zickzack-Traversalen. Beim hierbei notwendigen Wechsel der Seitenbiegung ist es ein erster Fehler, die Hinterhand wie in einer Vorhandwendung herumtreten zu lassen. Dadurch wird aus einem versammelnden Seitengang eine lösende Übung, also das genaue Gegenteil des Gewollten…..Keinesfalls provoziere man aber selbst versehentlich noch ein anderes Übel: Durch zu starkes Verkürzen des inneren Zügels den Hals mehr seitlich einzurunden als die Rückenwirkbel. Der äußere Zügel soll vielmehr, etwas voller anstehend, den Hals gerade aus der Schulter heraustreten lassen und ihn an ihr in gleicher Biegung wie das Rückgrat erhalten“.

Beispiel auf der rechten Hand geritten: Der äußere, linke Zügel überwacht die äußere Schulter und richtet diese vor die Hinterhand. Der rechte, innere Zügel überwacht die Stellung. Der linke Schenkel des Reiters kommt vermehrt hinter dem Gurt zum Treiben – vor allem dann, wenn das Pferd mit dem äußeren Hinterbein abfußt. Der innere belastende Sitzknochen, sowie der innere, rechte Schenkel überwachen die Biegung. Gleich wie im Kruppeherein wird der Schwerpunkt des Reiters – aus dem Bauch heraus – ein wenig in Richtung inneres Vorderbein verlagert.
Wenig überraschend, ;-): Auch hier bleiben Reiterschultern parallel zu Pferdeschultern, Reiterhüfte, parallel zu Pferdehüfte.

Steinbrecht fasst dies folgendermaßen zusammen:

„Das Pferd gibt seinem Reiter im richtigen Travers denselben sanften Hang nach innen wie im Schulterherein wegen der gleichen stärkeren Belastung des inneren Hinterbeins. Es richtet aber die innere Hüfte des Reiters mehr vor in dem Grade, wie seine eigene innere Hüfte mehr vorgerichtet ist. Hier verfalle nun der Reiter wiederum nicht in den gewöhnlichen Fehler, die Schultern der Richtung der Hüften folgen zu lassen, sondern stelle diese übereinstimmend mit den Schultern des Pferdes. Der Reiter beachte daher weniger seine innere Schulter, sondern stelle die äußere so, dass er den äußeren Zügel bald wendend, bald sammelnd mit Erfolg wirken lassen kann“. 

Hilfreich kann es auch sein, die Blickrichtung in Richtung Diagonale bereits vor dem Einleiten des Travers zu fokussieren.

Alois Podhajsky empfiehlt dem jungen Pferd die Traversale am besten aus dem „Umkehrtwechseln mit halbem Travers“ beizubringen und schließlich zu einem halben Travers aus der Mitte zu steigern. „Eine gute Übung und gleichzeitig ein ausgezeichneter Prüfstein für die Rittigkeit eines Pferdes ist es auch, eine halbe Verschiebung bis zur Mittellinie zu verlangen und auf dieser das Pferd einige Meter geradeaus gehen zu lassen. Dann wird entweder die unterbrochene Verschiebung fortgesetzt oder aber eine halbe Verschiebung zurück zur selben Wand, von der man gekommen ist, angeschlossen. So muss das Pferd dem Reiter die notwendige Beachtung schenken, weil es nicht wissen kann, nach welcher Seite der Seitengang seine Fortsetzung finden wird“.
Reiten wir den Travers also einfach mit ein wenig Schultervor – ohne viel zu Kreuzen und zu Übereilen 😉

signature2

Von der „stillen Post“ zum Boom der Biomechanik – Interview mit Laura Haitzmann

Von der „stillen Post“ zum Boom der Biomechanik – Interview mit Laura Haitzmann

Biomechanik boomt. Ohne eine genaue Analyse, was im Pferdekörper beim Reiten passiert (oder auch nicht passiert) kommt man heutzutage nicht aus. Lehrgänge mit „lebendigen Skeletten“ und bemalten Pferden sind rasch ausgebucht. Ich habe die Dipl. Physiotherapeutin und mobile Pferdetherapeutin Laura Haitzmann zum Thema Akademische Reitkunst und Biomechanik zum Interview gebeten:

Auch dir als Physiotherapeutin für Mensch und Pferd muss ich die Frage stellen, die Neulinge der Akademischen Reitkunst oft äußern: Warum reiten die mit Kandare und so unter Tempo – hier nun meine Frage in Richtung Biomechanik und Tempo – welche „Geschwindigkeit“ ist nun richtig, welche falsch?

Laura: Für jedes Pferd gibt es ein individuelles Richtig und Falsch, Reiten ist leider, oder Gott sei Dank nicht so einfach, dass man alle Pferde über einen Kamm scheren kann. Generell würde ich sagen ein Vorwärts ist dann gut, wenn sich Schubkraft und Tragkraft zumindest die Waage halten, wobei natürlich erstrebenswert bleibt, dass die Tragkraft Überhand nimmt.

Physiotherapeutisch gesehen führt der Schub der Hinterbeine zu einem Durchbiegen im Rücken. So, als ob wir ständig im Hohlkreuz herumlaufen, dadurch ist der lange Rückenmuskel angenähert und verspannt sich sehr oft. Zudem wird die Beckenstellung flach. Beim Tragen verhält es sich genau umgekehrt: Der Rücken wird tendenziell eher rund, der lange Rückenmuskel kann frei schwingen dadurch dass er nicht angenähert ist und die Bauchmuskulatur ist während sich das Hinterbein nach vorne bewegt aktiv.

Nochmal Biomechanik – den Seitengängen, insbesondere dem Schulterherein wird quasi die Wirkung eines „Aspirins“ der Gymnastizierung unterstellt – warum ist das so?

Laura: Vorab möchte ich loswerden, dass keine Grundlektion so schwer korrekt zu reiten ist wie ein Schulterherein und nur bei korrekter Ausführung stimme ich dem Begriff „Aspirin der Gymnastizierung“ zu. Das Schulterherein ist dann gut wenn die Kräfte axial(= das heißt geradlinig) aufeinander wirken, sobald Scherkräfte entstehen, steht weniger die gymnastische Wirkung im Vordergrund als vielmehr der Verschleiß der Gelenke.

Warum ist das Schulterherein also so wichtig? Dadurch dass das innere Hinterbein Last aufnimmt kann die äußere Schulter frei werden, das Pferd wirkt erhabener und leichter. Der Schwerpunkt des Pferdes verlagert sich langsam Richtung Hinterhand-dorthin wo wir durch vermehrte Versammlung hinwollen.

Und welchen Sinn bzw. welchen positiven Aspekt hätte dann eigentlich Schenkelweichen? In der Akademischen Reitkunst kommt diese „Lektion“ ja gar nicht vor.

laura_pferdeLaura: Meiner Meinung nach hat Schenkelweichen wenig bis keinen positiven Aspekt, da man dem Pferd beibringt vom Schwerpunkt weg zu treten und sich auf Kosten der Gelenke seitlich wegzuschieben- wie oben beschrieben können beim Schenkelweichen die Kräfte nicht axial wirken, es entstehen immer Scherkräfte. Zudem ist der Rücken des Pferdes dabei immer gerade gerichtet, die Dehnung auf der Außenseite und die Rumpfspannung auf der Innenseite fehlen komplett. Beides ist aber grundlegend wichtig um der natürlichen Schiefe entgegen zu wirken.

Ich habe Schenkelweichen bei vielen Ausbildern und auch bekannten Tierärzten gesehen, sie behaupten damit den Rücken „frei“ zu bekommen, ich denke das einzige was man damit erreichen kann, ist eine vermehrte Beweglichkeit in den Hüftgelenken. Allerdings muss ich zugeben, dass auch ich als ich noch mehr nach Dr. Gerd Heuschmann gearbeitet habe das Schenkelweichen benutzte. Ich habe es damals bei Korrekturpferden verwendet, die zu steif waren um sie korrekt zu biegen und zu stellen und es hat mir dazu verholfen durch Aktivierung der seitlichen Bauchmuskulatur die Pferde zu lockern. Seit ich allerdings den Weg der Akademischen Reitkunst kenne, würde ich solch steife Pferde erst vom Boden aus korrigieren und dann erst reiten wenn sie dazu bereit sind.

Steinbrecht sagt: „Nur durch Biegung werden Gelenke beweglicher gemacht, Muskeln, Beuger und Strecker gelöst – und das ganze bitte in Bewegung“ – in der Akademischen Reitkunst wird zur Zeit viel im Stehen gearbeitet – ist das dann ein Widerspruch?

Laura: Ich möchte die Frage mit einer kleinen Gegenfrage beantworten: Musst du dich zum Dehnen und Lockern unbedingt bewegen? Ich kenne viele hilfreiche Dehnungen und auch Lockerungsübungen,die im Stand durchgeführt werden (Wadendehnung, Dehnung der Oberschenkelrückseite) und warum soll es beim Pferd nicht so sein. Zudem setzt man in der menschlichen Rehabilitation immer wieder Übungen ein die nur durch Gewichtsverlagerungen und ohne Bewegungen die Propriozeption(=Körperwahrnehmung) verbessern, so muss ein Patient nach einem Gelenksersatz auf 2 Waagen erstmal im Stand wieder lernen sein Gewicht auf beide Beine gleich zu verteilen und nur dann wenn es im Stehen funktioniert kann er es auch im Gehen umsetzen.

Im Stehen kann man also sowohl an der Formgebung, an der Balance als auch an der Losgelassenheit arbeiten. Ein riesiger Vorteil besteht darin, dass auch das kranke Pferd nicht auf seine Gymnastikeinheiten verzichten muss während der Phase in der es nicht geritten werden kann.

Viel Wissen der alten Meister wurde in den letzten Jahrzehnten uminterpretiert, manchmal etwas ausgelassen, wie bei der „stillen Post“ – was sind deiner Meinung nach die größten Irrtümer, bezogen auf die Biomechanik?

Laura: Ein großer Irrtum betrifft bestimmt die Interpretation des Vorwärts wie du es bereits in einem deiner Artikel erwähnt hast.

Diskussion Gebisslos: Im April war Bent Branderup-Trainer Jossy Reynvoet bei uns zu Gast, der für sich selbst beschlossen hat nur noch gebisslos zu reiten. Über Gebiss, oder Gebisslos gibt es viele Diskussionen – wie siehst du das aus der Sicht der Physiotherapeutin?

Laura: Vorab möchte ich sagen: Jedes Gebiss bzw. jeder Ausbildungsgegenstand ist so hart wie die Hand die ihn hält. Nachweislich haben viele Pferde die mit Gebiss geritten werden Wucherungen im Bereich des Unterkieferknochens, was darauf zurückzuführen ist dass Schmerzen vorangegangen sind. Offen bleibt dabei aber wie hart die Reiter im Maul des Pferdes gezogen haben, dieser Aspekt wurde nicht in die Studie mitaufgenommen.

Zudem muss auch gesagt werden dass gebisslose Zäumungen genauso hart auf das Nasenbein wirken können und auch dort dem Pferd starke Schmerzen zufügen können. Ich finde es sehr schön wenn im Laufe der Ausbildung das Pferd so fein vom Reitersitz aus geritten werden kann dass das Gebiss überflüssig wird. Wie man dorthin kommt ob mit oder ohne Gebiss soll jedem selbst überlassen werden. Allerdings muss ich auch erwähnen, dass durch die Akademische Reitkunst manchmal auch Reiter, die eigentlich noch nicht im Stande sind – und damit meine ich deren unabhängige Handeinwirkung- trotzdem mit Kandare reiten, weil es eben alle so machen.

Ein Argument das Gebissbefürworter wie beispielsweise Herr Eberhard Weiss häufig nennen ist, dass durch das Gebiss der Kaurefelx ausgelöst werden kann, welcher verschiedenste Muskelgruppen löst. In meinen Augen ist das kein Argument, da man den Kaurefelx auch bei Pferden die nur am Kappzaum gearbeitet werden auslösen und beobachten kann.

Wir arbeiten eigentlich ständig nur am Pferd, wenige denken über sich selbst und ihre Haltung nach. Gibt es eigentlich Übungen im Alltag, die wir Reiter auch mitnehmen können, um „gelöst“ aufs Pferd zu steigen?

Laura: Ja natürlich, ich finde sogar dass man nur dann ein guter Reiter sein kann wenn man an seiner eigenen Koordination und an seinem Körpergefühl arbeitet. Es gibt sehr viele Übungen, eine einzige auszuwählen fällt mir schwer. Normalerweise fülle ich ein ganzes Seminarwochenende mit Übungen die das reiterliche Körpergefühl verbessern. Die Hüfte als Bewegungszentrale des Reiters ist dabei ein sehr wichtiger Aspekt, sie sollte in alle Richtungen mobil sein. Eine kleine Übung dazu könnte folgendermaßen aussehen: Man sitzt auf einem Pezziball aufrecht und gerade und beschreibt mit dem Becken eine liegende Acht. Diese Übung bereitet das menschliche Becken auf die Bewegungen des Pferderückens vor, da dieser dreidimensional schwingt.

Des weiteren braucht der Oberkörper ein gewisses Maß an Sabilität, ein gute Übung hierfür kann auch mit dem Pezziball ausgeführt werden: Wieder sitzt man aufrecht und gerade am Ball, jetzt versucht man langsam ein Bein nach dem anderen vom Boden zu lösen und dabei die eigene Stabilität nicht zu verlieren.

Zudem ist es häufig wichtig spezielle Muskelgruppen zu dehnen, da viele von uns sitzenden Tätigkeiten nachgehen muss die Muskulatur in vielen Fällen nicht mehr physiologisch arbeiten und verkürzt oder verkümmert.

Generell kann ich Tänze wie Salsa oder Merenge empfehlen, Yoga oder Pilates. Ich selbst trainiere auch mehrmals die Woche meine Ausdauer, denn je besser die Ausdauer desto besser auch die Konzentrationsfähigkeit des Reiters, da die Müdigkeit zu einem späteren Zeitpunkt eintritt. Auch mentales Training gehört für mich zu meinem Reiteralltag, genauso wie Videoanalysen die mir ein feedback darüber geben ob mein inneres Bild mit dem übereinstimmt was man als Außenstehender sieht.

Wie kamst du eigentlich selbst zur Akademischen Reitkunst? Mir wurde die Akademische Reitkunst, als ich damit begann als Physiotherapie fürs Pferd beschrieben – was sagst du als Physiotherapeutin zu dieser Aussage?

Laura: Ich bin ganz deiner Meinung, nicht umsonst lehre ich meine Aktivgymnastik nach akademischen Idealen. Allerdings gehört zur Gesundheit eines Pferdes noch weit mehr, als dass einmal am Tag der Reiter gute Gymnastik mit dem Pferd macht. Gesundheit ist abhängig von der Haltung, von der Fütterung ,von der Hufbalance, von dem Gesundheitszustand der Zähne und auch die Ausrüstung spielt eine wichtige Rolle. Die Reiterei ist ehrlich gesagt nur ein kleiner Stein in einem großen Mosaik. Als Pferdetherapeutin habe es mir zur Aufgabe gemacht das Pferd in seiner Ganzeit zu optimieren wozu etwas mehr als nur gutes Reiten gehört.

Ich selbst bin tatsächlich während meiner Ausbildung zur Pferdetherapeutin das erste Mal in Kontakt mit der Akademischen Reitkunst gekommen-ich muss aber dazu sagen, dass ich immer schon auf der Suche nach „Mehr“ war. Ursprünglich komme ich aus dem Turniersport-Springen und Dressur-doch eigentlich war ich immer auf der Suche nach feinerer Kommunikation zwischen Pferd und Reiter und nach Antworten auf meine vielen Fragen,die ich bis dato nie erhielt. Erst im Zuge der Ausbildung konnte mir eine Lehrerin, die damals gerade von ihrem 3 monatigen Praktikum aus Dänemark zurückkam einige meiner Fragen plausibel beantworten, sie konnte mich so sehr in den Bann ziehen, dass ich seither nie mehr damit aufhören konnte 😉

Vielen Dank für die Tipps und das umfangreiche Interview! 

Neben ganzheitlichen Pferdebehandlungen (Hauptschwerpunkte sind Faszientechniken, Kinesiotaping und TCM) steht Laura Haitzmann auch als Beraterin in allen Fragen rund ums Pferd zur Verfügung, hier kann sie auch auf ein großes Netzwerk an Spezialisten zurück greifen. Selbstverständlich können auch Reiter in ihre Praxis in Salzburg kommen, um ihren Körper wieder  „ins Lot“ bringen zu lassen.

Außerdem  veranstaltet Laura Seminare zu den Themenschwerpunkten Pferdemassage,Reitersitz, Gesunderhaltung des Pferderücken, bietet Unterstützung bei der Trainingsgestaltung und  nimmt gerne Pferde während der Urlaubszeit oder wöchentlich in Beritt.

Laura ist Wappenträger der Akademischen Reitkunst und bildet sich durch ihre 3 Pferde (PRE, Haflinger, Minishetty), die ja sehr verschieden sind ständig weiter.

Mehr zu Laura findet ihr auf ihrer Homepage.

Reiten wir also einfach – nach biomechanischen Grundsätzen  😉

signature2

Spieglein, Spieglein: Kruppeherein oder Renvers?

Spieglein, Spieglein: Kruppeherein oder Renvers?

Im Renvers bleibt die Hinterhand des Pferdes am Hufschlag, während die Vorhand auf den inneren (dritten oder vierten) Hufschlag geführt wird – daher kann man den Renvers auf gerader Linie geritten – auch als Spiegelbild des Kruppeherein bezeichnen.

Das äußere Hinterbein wird quasi zum neuen inneren Hinterbein. Das neue äußere Hinterbein (im Renvers auf der linken Hand wäre dies dann das linke Hinterbein) soll somit vermehrt zum Schwerpunkt hintreten (vergleiche Kruppeherein).

Ein anderes Bild zur Vorstellung: Der Renvers ähnelt auch dem Schulterherein, allerdings wird das Pferd beispielsweise auf der linken Hand nicht nach links, sondern nach rechts gebogen und gestellt.

Gustav Steinbrecht bezeichnet den Renvers als „in allen seinen Abstufungen ebenso schöne als wirksame Übung für das Pferd. Es findet seine vollständige Erklärung durch die Bezeichung Konter-Travers und ist dem Schulterherein insofern verwandt, als bei beiden die Hinterhand auf den äußeren Hufschlag gerichtet ist, insofern aber entgegengesetzt, als die Biegung im Renvers in der Fortbewegung des Pferdes genommen wird, wodurch sie der Seitwärtsbewegung der Kruppe entgegenwirkt.“

Was verbindet nun die Seitengänge-Drillinge?

  • Im Schulterherein tritt das innere Hinterbein in Richtung Schwerpunkt, die äußere Schulter wird frei.
  • Im Kruppeherein und Renvers fußt das äußere Hinterbein in Richtung Schwerpunkt
  • Wichtig für alle Seitengänge ist das Überwachen der jeweils äußeren Schulter durch eine leichte Idee Schultervor, da nur so durch die Hinterbeine Last aufgenommen und Tragkraft entwickelt werden kann. Überholt die Kruppe, ist das ein Zeichen für zu viel Schub aus der Hinterhand weg vom Schwerpunkt.
  • Viele Wechsel zwischen den „Drillingen“ machen die Mehrfachbedeutung der Hinterbeine klar – mal wird ein Hinterbein als inneres Hinterbein, mal wird es als jeweils äußeres Hinterbein zum Schwerpunkt geführt.

Eine Pirouette entsteht, wenn man den Zirkel im Kruppeherein verkleinert. Zirkel verkleinern im Renverns hat eine Wendung um die Vorhand zur Folge. Diese Wendung ist allerdings nicht mit der modernen Vorhandwendung zu verwechseln, die lediglich im Schritt geritten werden kann. Renversalwendungen können auch im Galopp geritten werden. Wer zwischen Travers- und Renverswendungen wechselt fördert dadurch Durchlässigkeit und Aufmerksamkeit des Pferdes.

Wie der Renvers vom Boden aus gelingt

Wie schon bei Schulterherein und Kruppeherein wird empfohlen, dem Pferd die Hilfen vom Boden aus beizubringen. Das Pferd sollte die Hilfen des Schulterherein bereits sehr gut kennen, so dass der Reiter lediglich die Biegung und Stellung aus dem Schulterherein (Anfangs beispielsweise im Stehen) ändert. Ist er dabei in innerer Führposition beispielsweise auf der linken Hand neben dem Pferd würde er sozusagen Biegung und Stellung von sich weg verändern. Die Linke Hand hat nun bei beidhändiger Zügelführung den Außenzügel zu überwachen, die rechte Reiterhand den inneren Zügel.

Anfangs genügen ein paar gute Schritte, wie auch Egon von Neindorff betont:

„Auch für das Pferd ist jede neue Lektion oftmals eine große Umstellung. Man fange also auch jetzt wie beim Schulterherein mit kurzen Reprisen und viel Loben für richtige Schritte und Tritte an“.

Wie der Renvers vom Sattel aus gelingt

Tabby RenversAuch hier empfiehlt es sich, aus dem Schulterherein zu beginnen. Auf der rechten Hand wechselt der Reiter schließlich von seinem „Rechtssitz“ auf den „Linkssitz“ – belastet also den linken Sitzknochen als neuen inneren Sitzknochen vermehrt. Der vormals an der Gurte liegende rechte Schenkel, der das innere Hinterbein zum Schwerpunkt holte, wandert nun etwas hinter die Gurte, das vormals innere Hinterbein wird nun zum äußeren Hinterbein, der äußere Reiterschenkel fordert nun das neue äußere Hinterbein vermehrt auf zum Schwerpunkt zu treten. Der linke Zügel überwacht die neue Stellung nach links, linker Sitzknochen und linker Schenkel sorgen für die Biegung nach links.

Alois Podhajsky fasst zusammen: „Bei Renvers wird auf der rechten Hand mit dem linken Zügel eine mäßige Kopfstellung bei gleichzeitigem Vortreiben des Pferdes verlangt. Um den linken Schenkel an der Gurte wird die Biegung des Pferdes nach links ermöglicht. Der Reiter sitzt vermehrt auf dem linken Sitzknochen im Sattel und muss die rechte Schulter genügend mitnehmen. Der rechte Schenkel hinter der Gurte sorgt für die Linksbiegung des Pferdes und den Seitengang“.

Nicht schief – seitwärts!

Wie bei jedem Seitengang ist darauf zu achten, dass das Pferd nicht nur verstärkt den Hals biegt, sondern die Biegung durch den gesamten Körper lässt. Wenn die innere Hüfte des Pferdes nicht nach vorne kommt, entsteht von oben gesehen eine S Kurve im Rücken des Pferdes (anstatt des gewünschten Cs). Um dem Pferd die Hilfengebung und das Verständnis für das Renvers zu erleichtern empfiehlt es sich daher den Renvers aus dem Schulterherein einzuleiten.

François Robichon de la Guérinière warnt hier nicht auf frisches Vorwärts zu verzichten: „So hervorragende Übungen auch das Schulterherein und das Kruppeheraus sind, die immer zusammen gehören, um einem Pferd Gelenkigkeit, eine richtige Biegung und korrekte Stellung zu geben, in der ein Pferd gehen muss, wenn es mit Eleganz und Leichtigkeit arbeiten soll, so darf man deswegen doch nicht versäumen es weiterhin sowohl auf gerader Linie, als auch auf dem Zirkel im Trab zu üben……Man muntert damit ein Pferd auf und verschafft ihm Erholung von dem engen Rahmen, in dem man es in der Stellung des Schulterhereins und Kruppeheraus halten musste“. 

Guérinière empfiehlt Anfangs drei Übungsteile für die tägliche Gymnastizierung, sobald das Pferd die Seitengänge verstanden hat: „….muss die erste (Übung) im Schritt im Schulterherein gemacht werden. Nachdem man zweimal die Hand gewechselt hat, führt man es auf beiden Händen im Kruppeheraus und hört im Schritt auf einer geraden Linie auf dem Hufschlag weg von der Wand auf. Die zweite Reprise wird in einem beherzten entschlossenen Trab auf einem Hufschlag gemacht, und man hört in dieser Gangart auf der Linie in der Mitte des Reitplatzes auf, ohne dabei Kruppeheraus zu üben. In der dritten und letzten Repreise wird es wieder im Schritt im Schulterherein geführt dann im Kruppeheraus, und beendet die Reprise gerade gerichtet weg von der Wand. Wenn man in dieser Weise die drei Übungen Schulterherein, Kruppeheraus und Trab miteinander verbindet, wird man erleben wie das Pferd von Tag zu Tag an Biegsamkeit und Gehorsam zunimmt“.

Gustav Steinbrecht betont hier die Überwachung der Vorhand: „Der Reiter richte daher im Renvers seine Hauptaufmerksamkeit auf die Führung der Vorhand, damit er diese stets in gleicher Entfernung von der Bande halte, und richte die Hinterhand mit seinen Schenkeln entsprechend gegen die Schultern.“

Auch Evon von Neindorff empfahl besondere Sorgfalt bei den Seitengängen – wenn sich das Pferd verwirft oder ein Hinterbein ausfällt, rät er:

„Wieder auf den Hufschlag zurück, geradeaus betont vorwärts reiten, nach Bedarf auch in freierem Tempo“.

Bent Branderup attestiert in seinem aktuellen Buch „Akademische Reitkunst“ dem Renvers eine besondere Bedeutung für den Außengalopp bzw. die fliegenden Galoppwechsel:

„Um Ihrem Pferd die Absicht zu verdeutlichen, empfehle ich Ihnen beim Außengalopp immer ein Minimum an Renversstellung beizubehalten. So vermeiden Sie, dass das Pferd unbeabsichtigt den Galopp wechselt. Der Renversgalopp ist als Grundlage für den fliegenden Galoppwechsel unersetzlich“.

Reiten wir also einfach – mit Hilfe des Renvers 😉

signature2

Pin It on Pinterest